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Dax 40: Die Hoffnung bleibt! Die Trübsal auch!

Seit über einem Jahr bewegt sich der deutsche Leitindex innerhalb einer seitlich ausgerichteten Korrektur. Um es vorwegzunehmen: Daran wird sich auf absehbare Zeit, das heißt für die kommenden Monate, auch nichts ändern. Die Ursächlichkeit hierfür ist in der Ausbildung eines großen expanding Triangles (A-B-C-D-E) zu suchen. Allein der Aspekt, dass sich diese komplexe Formation mit Welle (E) in der letzten Phase befindet, rechtfertigt zumindest einen verhalten optimistischen Blick in die Zukunft.

Ungeachtet dessen werden sich im Verlauf der folgenden Wochen und Monate immer wieder mehr oder weniger deutliche Verluste einstellen. Der regelkonforme Abschluss von (E) und verbunden damit der Abschluss der übergeordneten Welle (II) wird sich erst gegen Ende des Jahres, oder Anfang kommenden Jahres einstellen. Um diesen Schritt zu bewerkstelligen, ist ein Unterschreiten der für sich genommen massiven 0.62-Unterstützung (11.967 Punkte) erforderlich. Signifikant tiefer erwarte ich das Abtauchen indes nicht. Denn innerhalb eines expanding Triangles formt sich Welle (E) in aller Regel sehr kurz aus, wie es im Chart angedeutet ist. Zudem liefert die hellrote seit über 40 Jahren laufende Trendlinie genügend Support, um Schlimmeres zu verhindern.

Kurzfristig betrachtet wird sich der Dax stabilisieren können, wobei auch hier die Bäume nicht in den Himmel wachsen werden. Wie es der kurzfristige Chart zeigt, ist lediglich ein Ansteigen bis zum 1.00-Widerstand (14.187 Punkte). Erst ein nachhaltiges Überschreiten dieses Levels würde eine deutliche Aufhellung der mittelfristigen Ausgangslage im Schlepptau führen. Sehr realistisch ist dieses Vorgehen indes nicht.

Fazit:
Die Folgezeit wird sich sehr stark an den letzten Monaten anlehnen und eher für Trübsal, als für Euphorie sorgen. Allerdings ist das Kind längst noch nicht in den Brunnen gefallen, besteht nach wie vor noch berechtigte Hoffnung auf die Fortsetzung des seit Jahrzehnten währenden Aufwärtstrends.

Dax 40 (ISIN: DE0008469008), vom 19.09.2022

 

S&P 500: Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Das kann schon gehörig an den Nerven zerren, schaut man sich die Performance der zurückliegenden Monate des S&P 500 an. Doch nichts ist so schlecht, dass nicht doch auch etwas Gutes daran zu finden wäre. Und so ist der von vielen prognostizierte und zum Teil vollmündig propagierte totale Ausverkauf bislang ausgeblieben. Meiner Einschätzung nach, wird sich daran auf absehbare Zeit auch nichts ändern, auch wenn der Chart nun nicht gerade zur Euphorie verleitet und sich der erfolgsverwöhnte Aktienindex nun nicht gerade von der besten Seite zeigt.

Aufgrund der dreiteiligen (a-b-c) Ausformung von Welle (A) ist davon auszugehen, dass sich auf dem aktuellen Niveau eine, besonders in temporärer Hinsicht, größere seitliche Phase einstellen wird. Das oberhalb liegende Zeitlineal liefert, wie immer, zeitliche Anhaltspunkte für das beschriebene Szenario. Nicht selten wird hierfür ein Triangle herangezogen, in dessen Welle (B), gesetzt den Fall, sich das aktuelle Geschehen abspielt. Demzufolge sind für die kommenden Wochen weitere Verluste einzukalkulieren, in deren Verlauf sich der S&P 500, aller Voraussicht nach, bis zum Tief vom Juni dieses Jahres fallen lassen muss. Ein wesentlich massiveres Abgleiten erwarte ich indes nicht, auch wenn die Gefahr natürlich weiterhin bestehen bleibt. 

Eine Hinwendung zu einem neuen weittragenden Aufwärtstrend würde sich erst durch ein signifikantes Überschreiten des 0.62-Widerstandes bei 4.327 Punkten verzeichnen lassen. Diesem Schritt räume ich so gut wie keine Chancen auf Realisierung ein.

Fazit:
Größeres, als das beschriebene Ungemach, kann ich dem Chart momentan nicht ablesen; die Lage wird die jüngste Vergangenheit widerspiegeln. Auf der anderen Seite sind die Ausbruchsoptionen gen Norden als ebenso bescheiden und unrealistisch einzustufen; ist nicht von einer grundlegenden Trendwende auszugehen. Die wie immer notwendige Absicherung sollte daher relativ eng erfolgen.

S&P 500 (ISIN: US78378X1072), vom 22.09.2022