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Gold, Sachwerte: Behalten die Notenbanken die Kontrolle?

Ein Beitrag von Markus Fugmann, vom 14.10.2021

Gold konnte zuletzt wieder in Richtung 1800 Dollar ansteigen – trotz der klaren Ankündigung der Fed, wohl schon im November den Beginn des Tapering (Reduzierung der Anleihekäufe) zu verkünden. Dazu noch die hohe Inflation (nicht nur in den USA) – vieles scheint für Gold zu sprechen.

Robert Halver über Notenbanken-Drogen, Gold und Sachwerte

Was aber werden die Notenbanken tun, wenn die Inflation doch nicht vorübergehend ist? Im Grunde ist das Mantra einer vorübergehenden Inflation bereits „tot“ – das haben inzwischen nicht nur Notenbanker selbst erkannt (von der Fed kürzlich etwa Bostic und Bullard), sondern auch Top-Banker klar gemacht.

Zwar haben die Notenbanken Konjunktur und Finanzwelt „gerettet“, aber auch „drogenabhängig“ gemacht, wie die rheinische Frohnatur Robert Halver formuliert. Eigentlich müssten die Notenbanken angesichts der Inflation die Geldpolitik straffen, „doch schrecken Fed und EZB vor dem kalten Entzug mit mutmaßlich schweren (finanz-)wirtschaftlichen Stimmungseinbrüchen zurück“ (Halver).

In dieser Situation, so Halver, dürften daher grundsätzlich Gold und Sachwerte attraktiv sein und bleiben – während Sparer angesichts der Inflation massive Kaufkraftverluste erleiden würden.

Behalten die Notenbanken wirklich die Kontrolle?

Da stellt sich nur eine Frage an den „Dauerbullen“ Halver: werden die Notenbanken angesichts der Inflations-Gefahren dennoch einen „policy error“ begehen und in eine sich abschwächende Konjunktur die Geldpolitik straffen müssen, weil sie sonst vollständig die Kontrolle verlieren würden?

So oder so – für Gold wären beide Szenarien nicht schlecht: Szenario „a“, in dem die Notenbanken die Inflation laufen lassen ohne wirklich zu reagieren mit einem dann folgenden Kontrollverlsut bis hin zu einer Währungsreform. Oder, Szenario „b“,  sie straffen die Geldpolitik, würgen damit die Wirtschaft ab – dann fallen die Anleiherenditen, was für Gold dann wiederum auch eine gute Nachricht wäre (weil damit der Nachteile des unverzinsten Goldes weniger stark ins Gewicht fallen würden)!

Aber Halver glaubt eher an Szenario „a“ – ob zurecht, wird wohl erst die Zukunft zeigen! Man sollte nicht vergessen, dass Halver gewissermaßen sozialisiert ist an den Glauben der Allmacht der Notenbanken..

 
 
 

 

 

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