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Tesla-Aktie: Die Apathie setzt sich weiter fort! Doch noch ist das Kind nicht in Brunnen gefallen! Henrik Becker

Ein Beitrag von Henrik Becker, vom 10.09.2021
 

Die seit Monaten währende apathische Phase hat sich, sehr zum Leidwesen der Fan-Gemeinde, über den gesamten Sommer erstreckt. Und selbst die momentane Verfassung lässt nicht zwangsläufig den Schluss auf eine signifikante Verbesserung der Ausgangslage zu. An der bisher verwendeten Wellenzählung wurden daher so gut wie keine Veränderungen vorgenommen. Ungeachtet dieser aktuell noch korrektiven Konstellation, bleibt der sehr langfristige Aufwärtstrend auch die weiterhin bestimmende Formation, wie Sie es im Anschluss lesen können.

Ausblick:
Derzeit befindet sich das, seit über einem Jahr in Arbeit befindliche, Triangle (ABCDE) in Welle (D) und damit in der für gewöhnlich bedeutungslosesten Welle aller fünf Trianglewellen. Der regelkonforme Abschluss von (D) ist noch nicht erfolgt, sodass im weiteren Verlauf, dieser sich dreiteilig (abc) ausbildenden Welle, erneute Kursgewinne zu erwarten sind. Wie im Chart dargestellt sollte die Minirallye die Aktie nicht wesentlich höher als bis zur 2.00-Widerstandslinie (747.99 ) tragen können. Diese Linie versteht sich als sehr widerstandsfähig und würde allenfalls ein nur sehr leichtes Überschießen zulassen.

Mit der auf (D) folgenden Welle (E) wird sich noch einmal deutlicher Verkaufsdruck einstellen, in dessen Verlauf die Tesla Aktie erneut bis auf das Niveau der hellroten Trianglelinie fallen wird. Das Triangle und damit die seit über einem Jahr laufende Korrektur wird indes erst durch den auf (E) folgenden Thrust (i) abgeschlossen. Als Startsignal hierfür kann das signifikante Überschreiten der bereits erwähnten 2.00-Linie angesehen werden. Wie es im Chart angedeutet ist, formt sich in aller Regel der Thrust unter Begleitung eines sehr hohen Momentums aus. Die wie immer notwendige Absicherung sollte bei 554 (0.76 Retracement), spätestens bei 449 € (1.00 Retracement), erfolgen.

Freie Analyse; Chartanalysen, Langzeitausblick; Henrik Becker; Neo-Wave.de; Elliott-Wellen-Prinzip, Elliott-Wave; Tesla Inc.

Tesla Inc. (ISIN: US88160R1014), aktueller Chart

strom

Gelly Holding LTD.: Die Rallye bleibt auch weiter im Wartesaal sitzen! Henrik Becker

Ein Beitrag von Henrik Becker, vom 07.09.2021

Der erfolgsverwöhnte chinesische Autohersteller Geely Holding konnte im Verlauf der zurückliegenden 18 Monate nicht an den Erfolg der vergangenen Jahre anknüpfen. Grund zur Sorge besteht nicht, denn die zu verzeichnende Performance folgt im Wesentlichen meiner letzten Einschätzung. Die Charts zeigen das. Demzufolge bewegt sich die Aktie, ungeachtet der größeren sich seitlich darstellenden Korrektur, innerhalb eines sehr langfristigen Aufwärtstrends. Aufgrund dessen konnte die bisherige Wellenzählung nahezu unverändert beibehalten werden

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Geely Holding LTD. ( ISIN: KYG3777B1032), Chart vom 22.09.2018

Ausblick:

Nach Abschluss des Triangles (abcde) bildet sich der ultimativ anschließende Thrust aus. Wie im Reglement vorgeschrieben muss sich diese Welle zwingend fünfteilig ausbilden. Aktuell befindet sich, nach der erfolgten Vollendung von Welle (1), Welle (2) in der Ausbildung. Dabei deuten die ersten Unterwellen (A/B) auf die Ausbildung eines Triangles (ABCDE) hin. Demzufolge steht momentan noch Welle (B) auf der Agenda. Im Verlauf von (B) werden sich weitere Kursgewinne einstellen, deren Potenziale als moderat zu einzustufen sind.

Somit erwarte ich (B) nicht höher als bis zur 1.00-Linie bei 3.68 Euro.

Elliott-Wellen-Analysen; Theorie, Prinzip Analyseansatz Langzeitanalysen

Geely Holding LTD. (ISIN: KYG3777B1032) Chart, vom 06.02.2020

Im Zuge der sich daran anschließenden (C) wird erheblicher Verkaufsdruck aufgebaut, in deren Folge es zu einem Abverkauf bis maximal zu 0.62-Unterstützung (1.82 Euro) kommen kann. Lediglich der Bruch dieser signifikanten Supportline sollte sich nicht einstellen. Gesetzt den Fall schließt sich eine sehr große Korrektur an. Meiner Lesart folgend ist dieses Szenario nicht sehr realistisch. Aus größerer Höhe betrachtet werden sich die weiteren Wochen und Monate eher seitlich ausformen, wie der Chart es zeigt. Eine Ausdehnung bis ins kommende Jahr hinein, stellt diesbezüglich keine Utopie dar. Größere Gefahren sind im Verlauf dieser Phase nicht zu befürchten. Die Absicherung sollte auf dem 0.76-Retracement (1.55 Euro) erfolgen.

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Geely Holding LTD. (ISIN: KYG3777B1032), aktueller Chart

 
Bitcoin_Halving

Bitcoin ($): Der Blick schweift gen Süden; noch keine Lust auf mehr!

Ein Beitrag von Henrik Becker, vom 06.09.2021

Die zurückliegenden Monate, seit der jüngsten Analyse, musste sich Bitcoin einer Tristesse beugen, wie der Chart es eindrucksvoll zeigt. Mit dieser Entwicklung konnte die elektronische Währung die seinerzeit dargelegte Prognose sehr genau erfüllen, sieht man einmal von dem leichten Überschreiten der Ziellinie ab. Resultierend daraus konnte die bisherige Wellenzählung unverändert beibehalten werden; ist auch künftig von einer eher lethargischen Bewegung auszugehen. Diese Lesart schließt allerdings eine dramatische Performance nahezu vollends aus.

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Bitcoin ($), vom 12.01.2021

Ausblick:

Das seit Anfang des Jahres laufende Triangle (ABCDE) konnte mit dem kleinen Aufwärtstrend Welle (D) und damit die vorletzte Welle dieser Formation ausbilden. Bemerkenswert ist dabei, dass der Abschluss von (C) exakt auf dem 1.00-Retracement des Zeitlineals erfolgte; ein diese Sichtweise bestätigender Aspekt. Welle (D) konnte das ihr zur Verfügung stehende Potenzial bereits weitestgehend ausschöpfen. Dennoch ist, für die sich anschließenden beiden Wochen, von einer freundlichen Stimmung auszugehen, in deren Verlauf Bitcoin durchaus noch bis leicht über das 0.76-Retracement (53.786 USD) steigen kann. Wie das Zeitlineal es anzeigt, ist der Zieleinlauf von (D) für Mitte September (1.62 Retr. Sept. 17) zu erwarten.

Bitcoin-USD, Freie Analysen, Langzeit Analysen, Ausblick, neo-wave.de, Henrik Becker, Elliott-Wave-Prinzip

Bitcoin ($), 28.04.2021

Nach Abschluss von (D) setzt die darauffolgende (E) die Notierungen wieder deutlichem Druck aus. Dramatisches ist indes nicht zu erwarten, wie der Chart es zeigt. Eine „E“ ist in aller Regel die kleinste Welle und sollte, hier in diesem Fall, nicht tiefer als bis zur 0.62-Unterstützung bei aktuell 33.734 USD verlaufen. Erst ein eventuelles signifikantes Unterschreiten dieser sehr aussagekräftigen Supportlinie würde ein größeres Gefahrenpotenzial eröffnen. Diesem Schritt räume ich so gut wie keine Chance auf Realisierung ein. Andererseits ist zeitnah auch nicht vom Start einer neuen weittragenden Rallye auszugehen.

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Bitcoin ($), aktueller Chart

 
(FILES) This file photo taken on August 25, 2014 shows one-euro coins in Lille, northern France. The euro, used by nearly 340 million people each day, celebrates its 15th birthday on Sunday, January 1, 2017., Image: 309689837, License: Rights-managed, Restrictions: , Model Release: no, Credit line: Profimedia, AFP

Euro/USD: Wie weit kann die Rallye verlaufen? Von Henrik Becker

Ein Beitrag von Henrik Becker, vom 30.07.2021

Euro/USD (WKN: 965 275)

Nun endlich ist der europäischen Leitwährung Euro der Befreiungsschlag gelungen. Die zurückliegenden Sitzungen haben dem Euro zu einem wahren Höhenflug verholfen, wie der Chart es zeigt. Mit dieser Performance leistet das Währungspaar meiner Sichtweise Folge, wenn auch das eigentliche Ziel noch in gebührender Entfernung liegt. Dennoch kann die jüngste Entwicklung optimistisch einstimmen, allerdings nur für den kurz-mittelfristigen Bereich. Die langfristigen Avancen präsentieren sich dagegen wesentlich moderater. Der Langzeitchart zeigt meine diesbezügliche Sichtweise auf.

Freie Analyse; Chartanalysen, Langzeitausblick; Henrik Becker; Neo-Wave.de; Elliott-Wellen-Prinzip, Elliott-Wave; Euro USD

Euro/USD (ISIN: EU0009652759), vom 17.05.2021

Ausblick:
Mit dem eindrucksvollen Überschreiten des kleinen 0.62-Widerstandes bei 1.1832 USD konnte der Euro neben dem Diagonal-Impuls (12345) auch die übergeordnete Welle (c) abschließen. Nunmehr befindet sich die erste Unterwelle der größeren Trianglewelle (E; nicht dargestellt) in der Gestaltung. Im weiteren Verlauf des jungen Trends wird dieser zunächst bis zur 0.50-Linie bei 1.1949 USD steigen und erst ausgehend von diesem Level die Möglichkeit für eine größere Korrektur erhalten.

Elliott-Wellen-Analysen; Theorie, Prinzip Analyseansatz Langzeitanalysen

Euro/USD (ISIN: EU0009652759), aktueller Chart

Signifikanten Einfluss auf das Geschehen wird diese Korrektur nicht nehmen können. Die mittelfristigen Aussichten gestalten sich zuversichtlich, wenn auch Euphorie fehl am Platz ist. Größere Gefahren kann ich dem Chart derzeit nicht entlocken, dazu ist die momentane Konstellation wohl auch nicht geschaffen. Dennoch sollte wie immer Vorsicht walten und die untere hellrote Trendlinie als Limes angesehen werden. Ein eventueller Bruch dieser Linie würde eine andere Sichtweise bedingen.

Fazit:
Der Euro bildet aktuell einen mittelfristigen Aufwärtstrend aus. Das bisherige Kaufsignal bleibt daher unberührt. Von einer erneuten Positionierung rate ich dennoch aktuell noch ab. Die weiteren Signale sehen Sie in der Übersichtstabelle.

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Brent ($): Nicht alles was glänzt muß Gold sein! Von Henrik Becker

Ein Beitrag von Henrik Becker, vom 30.07.2021

Brent ($) (WKN: 967 740)

Immer schön an der Wand entlang! So oder so ähnlich könnte man die Entwicklung beschreiben, welche sich seit Wochen und Monaten im Brent abzeichnet. Diese Performance hatte ich auch so in Erwartung gestellt, sodass eine grundlegende Veränderung der Ausgangslage nicht zu verzeichnen ist. Auffallend ist dabei der eindeutig korrektive Charakter des seit weit über einem Jahr laufenden Aufwärtstrends. Damit unterstreicht das Nordseeöl meine nunmehr betagte langfristige Sichtweise, wie diese im oberen Chart abgebildet ist.

Elliott-Wellen-Analysen; Theorie, Prinzip Analyseansatz Langzeitanalysen, freie Analyse, Einschätzung, Brent, Rohöl, Nordseeöl

Brent ($), vom 10.09.2017

Ausblick:
Mit der seit Anfang des Jahres laufenden Korrektur bildet Brent Welle (x) der komplexen Korrektur (abcxabc) aus. Im Verlauf dieser sehr häufig auftretenden Formation bildet sich die interne Welle (b) selbst in Gestalt einer komplexen Korrektur aus und zudem noch als eine überschießende Welle „B“. Dabei stellt das Erreichen der 1.38-Linie (76.15 USD) das idealtypische Ziel einer überschießenden Welle dar. Dennoch kann sich der Trend noch bis zum Widerstand bei 84.54 USD (2.00-Retracement) schrauben und damit das maximale Ziel erreichen.

Freie Analyse; Chartanalysen, Langzeitausblick; Henrik Becker; Neo-Wave.de; Elliott-Wellen-Prinzip, Elliott-Wave

Brent ($), aktueller Chart

Nach Abschluss von (b) wird sich eine größere Korrektur einstellen, welche dann der Ausbildung von (c) und dem Abschluss von (x) dienlich ist. Ein größeres Gefahrenpotenzial besteht meiner Ansicht nach nicht. Erst ein nachhaltiges Unterschreiten des Ausgangsniveaus von (b) bei ca. 60 USD würde eine andere Sichtweise hervorrufen. Wie der Chart es zeigt, erwarte ich dieses Szenario nicht. Vielmehr sollte sich Brent weiter positiv entwickeln und zumindest bis zur 1.00-Linie bei 97.09 USD steigen.

Fazit:
Brent bildet innerhalb einer aufwärtsgerichteten Korrektur eine Korrektur aus. Von einer erneuten Positionierung rate ich daher momentan noch ab. Das bisherige Signal bleibt weiterhin aktiv. Weitere Signale sehen Sie in der Übersichtstabelle.

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Gold ($): Eine echte Rallye oder Fata Morgana? Von Henrik Becker

Ein Beitrag von Henrik Becker, vom 30.07.202

Gold ($) (WKN: 965 515)

Auf den ersten Blick hat sich Gold, im Hinblick auf die jüngste Prognose, durch das Ausbilden einer Minirallye, konträr entwickeln. Doch lohnt hier der Blick ins Tiefere. Denn die Kursgewinne der letzten Woche weisen zum einen lediglich ein moderates Ausmaß auf. Zum andern musste sich auch dieser Ausbruchversuch an der sehr mächtigen 0.50-Barrire (1.831 USD) geschlagen geben. Resultierend daraus ist die bisherige Wellenzählung nahezu unverändert belassen worden. Demzufolge bewegt sich das Edelmetall innerhalb einer großen Korrektur, wie diese im Langzeitchart dargestellt ist.

Elliott-Wellen-Analysen; Theorie, Prinzip Analyseansatz Langzeitanalysen; Gold; freie Analysen, Ausblick, Einschätzung

Gold ($) ISIN: XC0009655157 (Langzeitchart, vom 12.05.2021)

Ausblick:
Seit Anfang Juni bewegt sich Gold innerhalb einer seitlichen Korrektur, welche sich im weiteren Verlauf ohne Weiteres als Triangle entpuppen kann. Im Chart habe ich diese Option bereits dargestellt. Demzufolge befindet sich aktuell die kleine (b) in Ausbildung. Im Verlauf dieser Korrekturwelle kann Gold bis zur 0.62-Unterstützung bei 1.782 USD fallen. Selbst, wie dargestellt, ein leichtes Unterschreiten liegt im Bereich des Möglichen.

Freie Analyse; Chartanalysen, Langzeitausblick; Henrik Becker; Neo-Wave.de; Elliott-Wellen-Prinzip, Elliott-Wave, Einschätzung

Gold ($) ISIN: XC0009655157 (aktueller Chart)

Aus größerer Höhe betrachtet wird sich die Performance, der folgenden Wochen, eher seitlich präsentieren. Selbst ein leichtes Überschreiten des Widerstandes bei 1.831 USD (0.50-Retracement) würde keine grundlegende Veränderung der Ausgangslage herleiten können. Wie der Langzeitchart es zeigt, erwarte ich längerfristig die Fortführung der bereits seit Monaten laufenden Korrektur. Die momentan zu verzeichnende Performance fügt sich sehr schön in dieses Bild ein.

Fazit:
Gold bewegt sich innerhalb einer Korrektur, welche sich selbst als Teil einer übergeordneten Korrektur versteht. Ein größerer Aufwärtstrend ist demzufolge nicht zu erwarten. Ein kleines Signal würde sich oberhalb der 0.50-Linie (1.831 USD) einstellen. Die weiteren Signale entnehmen Sie der Übersichtstabelle.

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Wie geht´s weiter mit Dax, Nasdaq; S&P & Co? Wann kippen die Trend`s?

Ein Beitrag von Henrik Becker, vom 30.07.202

Dax 30 (WKN: 846 900)

Der deutsche Leitindex konnte sich auch im Verlauf der zurückliegenden Handelswoche, nicht zu einer richtungsweisenden Entscheidung hinreißen lassen. Mit dieser Performance erfüllt der Dax meine seit Wochen dargelegte Sichtweise, wenn auch die innere Struktur der sich wesentlich apathischer präsentiert als angenommen. Ungeachtet dessen habe ich das bisherige Szenario unverändert belassen. Demzufolge erwarte ich auch für den zeitnahen Rahmen keine grundlegende Veränderung der Ausgangslage, ganz gleich in welche Richtung. Wie der im oberen Chart abgebildete Langzeitchart es zeigt, bewegt sich der Dax im langfristigen Zielkorridor.

Ausblick:
Seit ca. Anfang April bildet sich eine seitlich ausgeprägte Korrektur in Form eines Triangles aus. Diese Konstellation ist als Wellenabschluss einer komplexen Korrektur (abcxabcde), wie diese hier vorliegt, sehr typisch. Aktuell steht mit Welle (e) die abschließende Welle auf der Agenda. Im Verlauf dieser kleinen Korrekturwelle kann der Index noch einmal leicht steigen und, wie im Chart dargestellt, die 0.62-Linie (16.011 Punkte) erreichen. Dieser Widerstand wird sich als sehr hartnäckig erweisen und somit ein weiteres Ansteigen zu verhindern wissen.

Freie Analyse; Chartanalysen, Langzeitausblick; Henrik Becker; Neo-Wave.de; Elliott-Wellen-Prinzip, Elliott-Wave

Dax 30 / ISIN: DE0008469008 (aktueller Chart)

Leicht negativ wirkt sich diesbezüglich auch das Verlassen des Aufwärtstrends aus. Allein dieser Schritt sollte zur Vorsicht mahnen. Nach Abschluss von (e) und gleichbedeutend von (B), wird sich eine etwas größere Korrektur anschließen. Ob es sich dabei um einen Trendwechsel im größeren Stil handelt, bleibt zunächst noch offen. Leichte Unterstützung erfährt der Dax durch das bereits erfolgreich getestete 0.76-Retracement (15.108 Punkte).

Fazit:
Die aktuelle Verfassung lässt eine Positionierung nicht gerechtfertigt erscheinen. Daher ist eine solche auch nicht geplant. Die weiteren Signale entnehmen Sie bitte der Übersichtstabelle.

S&P 500 (WKN: A0A ET0)

Die zurückliegenden Tage hat der marktbreite Aktienindex S&P 500 für eine kleine Verschnaufpause genutzt. Eine nennenswerte Veränderung der Ausgangslage ist nicht zu konstatieren, weshalb die bisherige Wellenzählung unverändert blieb. Aktuell steht der kleine Trend am 1.00-Widerstand bei 4.417 Punkten, dessen Macht allerdings nicht unbegrenzt ist. Die jüngste Performance fügt sich sehr schön in das übergeordnete Bild ein, denn Start einer neuen sehr dynamischen Ralle hatte ich auch ausgeschlossen. Vielmehr wird sich die uneinheitliche Performance weiter ins Rampenlicht schieben können.

Ausblick:
Mit der kleinen Welle (v) bildet sich die letzte Phase der übergeordneten Welle (5) aus. Aktuell bietet das 1.00-Retracement noch hinreichend Widerstand auf. Im weiteren Verlauf wird sich der Index über diese Barriere absetzen können. Mit dem 1.62-Retracement (4.526 Punkte) liegt eine mögliche Ziellinie in überschaubarer Entfernung. Dieser Bereich kann sehr schnell angelaufen werden, wie es im Chart angedeutet ist. Nach Abschluss von (5) wird sich eine etwas größere Korrektur anschließen.

Elliott-Wellen-Analysen; Theorie, Prinzip Analyseansatz Langzeitanalysen

S&P 500 / ISIN: US78378X1072 (aktueller Chart)

In deren Verlauf kann sich ein Abverkauf bis auf das Niveau von 4.100 Punkte einstellen. Der Startschuss würde mit Unterschreiten der kleinen 0.24-Supportlinie bei aktuell 4.340 Zählern fallen. Für den zeitnahen Rahmen kann ich diese Entwicklung noch nicht erkennen. Dennoch sollte Vorsicht walten, denn ein 1.00-Retracement verkörpert eine sehr häufig in Anspruch genommene Ziellinie für eine Welle „5“. Größere Gefahren kann ich dem Chart momentan nicht ablesen.

Fazit:
Der S&P 500 bildet ungeachtet der jüngsten unentschiedenen Phase, einen Aufwärtstrend aus. Dennoch rate ich von einer erneuten Positionierung ab. Die Absicherung sollte spätestens auf dem 0.62-Retracement (4.198 Punkte) erfolgen.

Eurostoxx 50 (WKN: 965 814)

Mit der Weiterführung der Korrektur sowie dem sich daran anschließenden sehr dynamischen Aufwärtstrend, konnte der europäische Aktienindex meine jüngste Prognose exakt nachvollziehen. Dabei konnte mit dem Aufsetzen auf dem besonders wichtigen 1.00-Retracement bei 3.933 Punkten ein optimistisch stimmendes Zeichen generiert werden. Dieser Umstand hat sich letztendlich auch als Fundament für den aktuell noch laufenden Trend herausgestellt. Wie der Chart es zeigt, bleibt das zu erwartende Potenzial, für den kurz-mittelfristigen Horizont, im überschaubaren Rahmen.

Ausblick:
Der Eurostoxx bildet seit Ende März eine Triangle (abcde) als übergeordnete Welle (X) aus. Aktuell steht mit Welle (d) die vorletzte Welle auf der Agenda, wie der Chart es zeigt. Im Verlauf dieser sich zwingend in Gestalt einer Korrektur ausformenden Welle, wird der Aktienindex noch bis zur 1.38-Barrire (4.175 Punkte) steigen. Von einem leichten Überschießen einmal abgesehen, ist ein signifikant höheres Ansteigen indes nicht zu erwarten. Vielmehr sollte, ausgehend von diesem Niveau, vom Eintreten einer etwas größeren Korrektur ausgegangen werden.

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Eurostoxx 50 / ISIN: EU0009658145 (aktueller Chart)

Diese der Formgebung von (e) dienende Korrektur kann den Index wieder deutlich unter Druck setzen. Dennoch erwarte ich nicht, dass die 1.00-Unterstützung (3.933 Zähler) angelaufen wird. In aller Regel bildet sich eine „E“ als die kürzeste Welle eines Triangles aus. Daher sollte das 1.00-Retracement als unerreichbar angesehen werden. Größere Gefahren würden sich natürlich durch den Bruch dieser Supportlinie einstellen.

Fazit:
Der Eurostoxx bildet innerhalb eines intakten Aufwärtstrends eine seitlich ausgeformte Korrektur aus. Daher bliebt das bisherige Kaufsignal weiterhin aktiviert. Die Absicherung sollte auf dem 1.00-Retracement bei 3.933 Punkten erfolgen.

Nasdaq 100 (WKN: A0A E1X)

Die Performance der zurückliegenden beiden Wochen, lässt, im Bezug auf die jüngste Prognose, so gut wie keine Wünsche offen. Dieser folgend sollte sich der Technologieindex Nasdaq 100 bis leicht über den 0.62-Widerstand bei 15.038 Punkte begeben und ausgehend von diesem Niveau eine Korrektur in die Wege leiten. Wie die Charts es zeigen, habe ich meine Wellenzählung leicht umgestellt, ohne dabei den bisherigen Tenor zu verändern. Demzufolge bewegt sich der Nasdaq 100 innerhalb einer Wellenabschlussformation. Mit dieser Entwicklung leistet der Index meiner langfristigen Lesart Folge, wie der obere Chart es zeigt.

Ausblick:
Mit der Ausbildung von Welle (5) bildet sich der abschließende Part des Diagonal-Impulses (12345) aus. Im Verlauf dies meist sehr dynamische Welle nimmt mit erneutem Überschreiten der 0.62-Linie bei 15.038 Punkten die Arbeit auf. Mit dem 1.00-Retracement bei 15.589 Zählern, liegt die idealtypische Ziellinie in greifbarer Nähe und kann binnen weniger Tage, maximal 2-3 Wochen, angelaufen werden. Einen signifikant höheren Anstieg erwarte ich aus momentaner Sichtweise heraus nicht.

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Nasdaq 100 / ISIN: US6311011026 (aktueller Chart)

Auf der anderen Seite würde ein eventuelles Unterschreiten der Supportlinie bei 14.713 Punkten (0.62-Retracement) eine andere Sichtweise bedingen. Gesetzt den Fall, steht eine größere Korrektur an. Aller Voraussicht nach würde dieser Schritt einen Trendwechsel auf größerer Ebene einleiten. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt räume ich dieser Option keine Chance auf Realisierung ein. Erst nach Abschluss von Welle (a) ist vom Eintreten einer großen Korrektur auszugehen.

Fazit:
Der Nasdaq 100 gestaltet eine Trendabschlussformation für den seit Mai laufenden Aufwärtstrend. Das bisherige Kaufsignal bleibt ungeachtet dessen bestehen, wird allerdings relativ eng abgesichert. Weitere Signale sehen Sie in der Übersichtstabelle.

Hang Seng-Index (WKN: 145 733)

Der Hang Seng Index musste sich im Verlauf der vergangenen vier Wochen, seit der letzten Betrachtung, einem erneuten sehr deutlichen Verkaufsdruck beugen. In dessen Folge konnte der Index meine jüngste Sichtweise nachvollziehen und durch den Bruch des 1.00-Retracements bei 25.716 Punkten sogar leicht überbieten. An diesem düsteren Szenario kann auch der an den letzten Tagen ablaufende Erholungsversuch nicht rütteln. Nach wie vor bewegt sich der Aktienindex im Rahmen einer Korrektur und wird diesen Zustand auf lange Sicht nicht verlassen.

Ausblick:
Der jüngste Abverkauf dient der Ausbildung von Welle (c) der abc-Formation. Diese Korrekturformation bildet sich hier in Gestalt eines ZigZag aus. Charakteristisch hierfür ist die im Vergleich zu Welle (a) sehr lange Welle (c) deren innere Formgebung zwingend fünfteilig (12345) erfolgen muss. Demzufolge bewegt sich der Index in Welle (4; nicht dargestellt) und kann im weiteren Verlauf maximal bis zur 0.62-Linie bei 26.893 Punkten steigen.

Freie Analyse; Chartanalysen, Langzeitausblick; Henrik Becker; Neo-Wave.de; Elliott-Wellen-Prinzip, Elliott-Wave

Hang Seng-Index / ISIN: HK0000004322 (aktueller Chart)

Der bereits absolvierte massive Bruch der 1.00-Supportlinie (25.716 Zähler) ist als der Garant für das Fortführen der Korrektur anzusehen. Wie es im Chart dargestellt ist, erwarte ich, dass der Hang Seng bis zur 1.62-Unterstützung bei 23.443 Punkten fällt und erst ausgehend von diesem Niveau die Chance auf eine größere Bodenbildung eingeräumt bekommt. Aktuell kann sich eine seitliche Performance einstellen, welche sich ohne Weiteres über mehrere Wochen hinziehen kann. Größere, als die beschriebenen Gefahren, kann ich dem Chart aktuell nicht ablesen.

Fazit:
Die aktuell ablaufende Korrektur steht einem geplanten Engagement entgegen. Ein Kaufsignal ist auf lange Sicht nicht zu erwarten, weshalb ich von einer verfrühten Positionierung abrate. Weitere Signale entnehmen Sie der Übersichtstabelle.

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Tesla-Aktie: Neue Rallye oder wieder nur Seifenblasen in Sicht?

Ein Beitrag von Haris Anwar, vom 06.07.2021

Im Vergleich zum breiteren Markt lief Tesla (NASDAQ:TSLA) den Großteil des Jahres hinweg unterdurchschnittlich. Den Anlegern verging der Appetit auf die Aktie des weltgrößten Elektrofahrzeugherstellers angesichts der wachsenden Konkurrenz durch traditionelle Autohersteller, Anzeichen für einen sich verlangsamenden Absatz in China und der anhaltenden Halbleiterknappheit.

Tesla Kurschart
Tesla Kurschart

Aber während des letzten Monats gab es Anzeichen dafür, dass die Bärenphase für Tesla ihrem Ende zugeht und die Anleger die aktuelle Kursschwäche ausnutzen. Die Aktien des kalifornischen Herstellers von Elektrofahrzeugen aus Palo Alto haben über den Zeitraum von einem Monat mehr als 13% zugelegt und damit die Verluste seit Jahresbeginn fast ausgeglichen. TSLA beendete den Freitag bei 678,90 US-Dollar, was einem Rückgang von etwa 4% für das Jahr entspricht.

Für Tesla-Bullen ist vielleicht das Beste an der aktuellen Erholung, dass die Dynamik der Aktie von einer Reihe positiver Faktoren unterstützt wird. Das Unternehmen teilte seinen Investoren am Freitag mit, dass es im zweiten Quartal weltweit 201.250 Autos ausgeliefert hat, ein Rekord trotz Chipmangels und Sorgen über den Absatzrückgang auf dem chinesischen Markt.

Der Großteil der Verkäufe im Berichtszeitraum entfiel auf die Limousine Model 3 und den Crossover Model Y, die in Shanghai und Fremont, Kalifornien, produziert werden. Diese Länder sind Teslas größte Märkte und die starken Absatzzahlen sind ein Hinweis darauf, dass CEO Elon Musk wahrscheinlich einen weiteren starken Quartalsbericht vorlegen wird, wenn das Unternehmen Ende dieses Monats seine Finanzergebnisse für das zweite Quartal veröffentlicht.

In einer Kundenmitteilung schrieb Daniel Ives, Analyst von Wedbush Securities:

“Musk & Co. haben in diesem Quartal eine überzeugende Leistung gezeigt und sollten nun dank einer starken Performance in der zweiten Jahreshälfte das Ziel von ~900.000 Fahrzeugen für das Jahr erreichen.”

Neben der Tatsache, dass Tesla weiterhin jedes Quartal mehr Fahrzeuge produziert, hilft auch die insgesamt verbesserte Stimmung für Wachstumswerte.

Die Aktien von Technologiegiganten wie Facebook (NASDAQ:FB), Alphabet (NASDAQ:GOOGL) und Microsoft (NASDAQ:MSFT) sind wieder in der Nähe ihrer Allzeithochs, als die Inflationsängste nachlassen und sich die Aussichten für Technologieaktien verbessern, da die Wiedereröffnung der US-Wirtschaft an Schwung gewinnt.

Analysten gespalten über Tesla

Trotz dieser positiven Anzeichen bleiben die Analysten an der Wall Street nach der mehr als 700%-Rallye in 2020 in diesem Jahr gespalten über das Kurspotential der Aktie. Von 24 Analysten, die das Wertpapier beobachten, empfehlen 10 einen Kauf, 7 einen Verkauf und ebenso viele empfehlen die Aktie zu Halten. Das durchschnittliche Kursziel liegt laut TipRanks 10,39% unter dem letzten Schlusskurs von 678,90 US-Dollar.

UBS (SIX:UBSG) Analysten erklärten kürzlich in einer Mitteilung, dass der wachsende Wettbewerb auf dem Markt für Elektrofahrzeuge einer der Hauptgründe dafür ist, warum der Glanz der Tesla-Aktie in diesem Jahr etwas verblasst ist.

“Kurzfristig besteht unsere Hauptsorge darin, dass sich die Nachfragedynamik von Tesla in China verlangsamt und unsere Recherchen vor Ort deuten darauf hin, dass [Batterie-Elektrofahrzeuge] von inländischen Marken gegenüber Tesla weiter an Boden gewinnen, was zusätzliche Preisnachlässe von Tesla erforderlich machen könnte und folglich niedrigere Bruttomargen”, schrieb Patrick Hummel von UBS kürzlich in einer Mitteilung.

Hummel behielt zwar eine neutrale Bewertung der Aktie bei, senkte aber sein Kursziel für Tesla von 730 US-Dollar auf 660 US-Dollar pro Aktie und schrieb, dass der Druck anderer Elektroautobauer die Bewertung des Unternehmens weiterhin belasten werde. Und weiter:

“In Bezug auf die Bewertung könnten neue Elektroautos von Wettbewerbern mit hoher Reichweite, Ladeleistung und einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis weiterhin den Wert belasten, den der Markt bereit ist, dem langfristigen Wachstum von Tesla zuzuschreiben.”

Fazit

Die kurzfristigen Aussichten für Tesla haben sich aufgehellt, nachdem das Unternehmen im zweiten Quartal mehr Autos produzieren konnte, als Analysten erwartet hatten. Das zeigt, dass es ihm gelungen ist, die Probleme in der Lieferkette zu beheben, die andere traditionelle Autohersteller zu Produktionsstopps zwingen.

Diese beeindruckende Leistung reicht jedoch möglicherweise nicht aus, um die Aktie angesichts der Sorgen über die wachsende Konkurrenz von den aktuellen Niveaus viel weiter nach oben zu treiben.

 
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OPEC+ in der Sackgasse: Was das für WTI/Brent und die zukünftige Produktion bedeutet!

Ein Beitrag von Ellen R. Wald, Ph.D. (Investing.com), vom 09.07.2021

Die OPEC+ überraschte den Ölmarkt letzte Woche, als sie es nicht schaffte auf ihrer monatlichen Sitzung eine Einigung über die Erhöhung der Ölförderung zu erzielen. Der Markt hatte erwartet, dass die Gruppe einem Vorschlag zustimmt, die Produktion im August um 400.000 bpd zu erhöhen und sie bis Ende 2021 jeden Monat um den gleichen Betrag anzuheben.

WTI Öl
WTI Öl

Das Kartell wollte außerdem seine derzeitige Quotenverteilung über das Enddatum im April 2022 hinaus bis Ende des Jahres 2022 verlängern.

Und dort fingen die Schwierigkeiten an.

Die Vereinigten Arabischen Emirate, die zugestimmt hatten, dass eine Erhöhung für den Sommer gerechtfertigt ist, weigerten sich das derzeitige Quotensystem bis Ende 2022 zu verlängern, da dieses auf Zahlen vom Oktober 2018 basiert.

Die VAE halten es für unangemessen, diese bis Dezember 2022 als Ausgangsbasis zu verwenden. Der Ölminister der VAE führte an, dass sein Land seine Produktionskapazität ausgebaut hat, was bedeutet, dass die VAE-Quote auf einer veralteten Baseline basiert und das Land damit einen größeren Anteil seiner Produktionskapazität stilllegen muss als andere Länder. Daher könne es nicht zustimmen, sein aktuelles Produktionskontingent über das auf April 2022 festgelegte Ablaufdatum hinaus zu verlängern.

Saudi-Arabien lehnte jede Produktionserhöhung ohne gleichzeitige Verlängerung des Abkommens ab. Der saudische Ölminister Abdulaziz bin Salman widersprach zudem dem Ansinnen der VAE, ihren Quotenanteil aufzustocken. Er sagte in einem Interview:

“Sie können sich nicht einen Monat aussuchen und sagen: das ist meine Kapazität, also musst du sie mir geben.”

Mit Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emirate in einer Sackgasse beschloss die OPEC+, ihre Juli-Sitzung auf unbestimmte Zeit zu vertagen, was bedeutet, dass auch die Produktionserhöhung um 400.000 bpd auf die lange Bank geschoben wurde.

Anfänglicher Preissprung

Während die Märkte in den USA am Montag wegen des Feiertags am 4. Juli geschlossen waren, zogen beide Referenzsorten Ende letzter Woche an. Der Brent-Preis kletterte auch am Montag um 1,3% und schloss bei 77,20 Dollar pro Barrel.

Der anfängliche Preissprung kann damit erklärt werden, dass die OPEC die vom Markt erwartete Produktionserhöhung im August nicht geliefert hat. Die Kluft zwischen Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten bedeutet jedoch nicht, dass der Markt mit weiter steigenden Ölpreisen rechnen sollte.

Im Moment sagen die Produzenten, dass sie an den derzeit geltenden Produktionsquoten festhalten wollen, aber die Aussicht auf einen tieferen Riss zwischen Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten bleibt bestehen.

Reservekapazitäten könnten zur Waffe werden

Auch wenn der Ölmarkt derzeit angespannt aussieht, Tatsache ist, dass es viele freie Kapazitäten gibt, die leicht als Waffe genutzt werden könnten.

Saudi-Arabien verfügt natürlich über den Löwenanteil dieser freien Kapazitäten. Das Land pumpte im Mai den Zahlen von S&P Global Platts zufolge 8,5 Millionen bpd, kann aber mindestens 12 Millionen bpd fördern. Auch hat Saudi-Arabien kürzlich seine Bereitschaft gezeigt, diese Produktionskapazität zu nutzen, sollten die Ölverhandlungen schief gehen.

Auch wenn es keine Drohungen gab, die Ölproduktion zu steigern und die Preise zu drücken, spukt dieses Gespenst auf dem Markt und sorgt bereits für Preisschwankungen.

Obwohl der Markt von dem plötzlichen Streit zwischen Saudi-Arabien und den VAE, die traditionell Partner in der OPEC sind, überrascht schien, hatte sich diese Kluft tatsächlich schon seit einiger Zeit zusammengebraut.

Anfang Dezember 2020 schrieb ich über die Neuausrichtung innerhalb der OPEC und was die wachsende Unabhängigkeit und Produktionskapazität der VAE für die Ölmärkte bedeutet.

Damals hatte ich gewarnt, dass “eine erstarkte VAE innerhalb der OPEC+ flexibler ist, um clevere und langfristige Entscheidungen zu treffen, ohne sich zu sehr um den Ölpreis von morgen kümmern zu müssen.”

Das ist es, was sich jetzt abspielt. Die Vereinigten Arabischen Emirate achten auf ihre eigenen langfristigen Interessen und werden dies auch weiterhin tun – selbst wenn dies kurzfristig den Ölmarkt erschüttert.