Buchempfehlungen

Meine Buchempfehlungen verstehen sich nicht als Mittel andere Publikationen zu diskreditieren, zum einen. Zum anderen erhalte ich auch keinerlei Zuwendungen von den hier vorgestellten Autoren.

Die hier vorgestellten Bücher haben mich auf meinem Weg begleitet oder, wie das Buch von Werner H. Heussinger, mir die Tür zur Elliott-Wellen-Theorie aufgeschlagen. Mit den beiden Autoren Prechter und Neely treffen zwei zum Teil sehr unterschiedliche Sichtweisen auf diesen Analyseansatz aufeinander. Ein schlussendliches Urteil über die konträren Standpunkte kann und möchte ich an dieser Stelle nicht fällen.

Für mich persönlich habe ich das Pendel eindeutig auf die Seite von Glenn Neely schlagen lassen. Als ein sehr markanter Unterschied, zwischen den beiden Analysten, präsentiert sich die Sichtweise auf eine komplexe Korrektur, im Besonderen auf deren Abschusssequenz. Diesbezüglich stehe ich eindeutig auf Neely`s Seite!

Natürlich ist diese Auflistung nicht komplett, bietet der Markt ein Fülle an Elliott-Wellen-Büchern. Ich möchte nicht über den ideellen oder fachspezifischen Wert dieser Bücher richten, doch sehe ich die nachfolgende Literatur als Standardwerke und damit als “Besonders Empfehlenswert” an.

Glenn Neely

Neely`s Buch ist für sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene Anhänger der Elliott-Wellen-Theorie geeignet. Der Umstand, dass dieses Buch ausschließlich in englischer Sprache zur erhalten ist, wirkt auf den ersten Blick leicht abstoßend. Doch stellen die fast ausschließlich kurz gehaltenen Texte absolut kein Problem dar und können selbst mit nur geringen Englischkenntnissen bewältigt werden.

Glenn Neely zeigt hier seine Sicht auf die Theorie auf und hat mit diesem Verständnis eine kontroverse Debatte entfacht, um nicht zu sagen die Elliott-Gemeinde in zwei Lager gespalten. Im Intro hatte ich bereits Stellung hierzu bezogen.

Edwin Lefevre

Jesse Livermore – Das Spiel der Spiele
Folgen Sie dem “König der Spekulation”

An diesem Buch kommt kein echter Börsianer vorbei. Einer der ganz großen Spekulanten aller Zeiten beschreibt das wechselvolle Auf und Ab mit Aktien und Termingeschäften. Eines der besten Bücher, die über die Börse geschrieben wurden.

Das Wertpapier

Erstmals 1923 erschienen, gilt Lefèvres Geschichte über Jesse Livermore, einem der genialsten Spekulanten aller Zeiten, längst als Börsenklassiker schlechthin und als eines der meistgelesenen Investmentbücher der Welt. Capital-Urteil: Ein Lehrstück und eine packende Lektüre über das Abenteuer Börse.

 

Robert Prechter / A. J. Frost

Das hier vorgestellt Buch von Prechter/Frost vermittelt leicht verständlich die Grundlagen und der Elliott-Wellen-Theorie und kann daher als ein Standardwerk für diesen Analyseansatz angesehen werden. gilt zudem als einer der Wegbereiter, um die Elliott-Wellen-Theorie, nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Daher enthält dieses Werk auch persönliche Ansichten. Insbesondere die Definition von Triangeln und komplexen Korrekturwellen.

Die Übersetzung aus dem Englischen ist gelungen und lässt so gut wie keine Wünsche offen.

Besonders groß ausgefallen ist der praxisorientierte Teil. Ein Aspekt, welcher diesem Buch eine sehr große Praxisnähe verleiht.

Werner H. Heussinger

Freie Analyse; Chartanalysen, Langzeitausblick; Henrik Becker; Neo-Wave.de; Elliott-Wellen-Prinzip, Elliott-Wave

Dieses Buch ist geradezu für den Einstieg in die Elliott-Wellen-Theorie geschaffen. In geradezu mustergültiger Art & Weise führt Werner H. Heussinger den Leser an die EWT heran. 

Leicht verständlich und frei von jeglicher Effekthascherei, ergänzt durch schlichte Abbildungen fällt mit diesem Werk der Schritt in die andere Welt, in die Welt der “Chaoten & Exzentriker” wesentlich leichter.

Der Wermutstropfen ist: dieses Buch wird leider nicht mehr verlegt. Allerdings ist es aus 2. Hand leicht zu beschaffen.

 

Günter Ogger

Rezension

Günter Ogger schildert, wie Medien und Finanzinstitute mit übertriebenen Erfolgsmeldungen dem Kleinanleger die Börse schmackhaft machen. Und es absichtlich unterlassen, auf die Gefahren und Risiken hinzuweisen. Weil sie nicht an seinem Wohlergehen interessiert sind – sondern nur an seinem Geld. Viele Recherche-Beispiele mit harten Fakten belegen Oggers These vom Börsenschwindel. Nur eines spricht er in seinem Buch zu wenig an: die Mitschuld der Kleinanleger an ihrer Börsenpleite. Die Gier vieler Menschen ist riesig: Sie wollen ohne Aufwand, dafür aber so schnell wie möglich das grosse Geld machen. Was sie anrühren, soll zu Geld werden. Doch König Midas existiert nicht. getAbstract empfiehlt dieses Buch allen, die ihr Geld nicht nur auf dem Sparbuch anlegen.

Über den Autor

Günter Ogger war Redakteur beim Wirtschaftsmagazin Capital und ist heute einer der bekanntesten deutschen Wirtschaftspublizisten. Seine Managerkritik Nieten in Nadelstreifen (1992) stand länger als ein Jahr auf den vorderen Rängen der Bestsellerlisten. Weitere Publikationen: Das Kartell der Kassierer, König Kunde und Macher im Machtrausch.

Zusammenfassung
Glauben Sie keinem Börsenfachmann

Die Tipps und Ergebnisse der Profis sind nicht besser als jene der Laien. Der eindrücklichste Beweis: Die schwedische Zeitung „Expressen“ stellte fünf erfahrenen Börsenmaklern und dem Schimpansen Olaf je 10 000 Schwedenkronen für den Einsatz an der Börse zur Verfügung. Das Ergebnis war eindeutig, der Affe schlug die Experten klar. Das Experiment zeigt: Reich wird man nicht, indem man Aktien kauft. Reich wird man, indem man Aktionäre zur Kasse bittet. Diese bittere Erfahrung machten viele Anleger: Der Kurssturz im Jahr 2000 trieb einige in den Freitod, bescherte manch einem happige Verluste. Andere sitzen auf Bergen überbewerteter Aktien. Doch unverdrossen laden Banken, Fondsmanager und Finanzjournalisten weiter zum Börsenspiel. Doch wem soll der Anleger noch trauen? Zu oft drehten Bankberater und Börsenkolumnisten den Investoren überteuerte Aktien an. Verkauften Schrottfonds. Lieferten Falschinformationen. Verlangten Wucherpreise und verschwiegen Risiken.

Nur die Banken gewinnen immer

Wenn Sie von Ferrari, Yacht und Traumvilla träumen, vergessen Sie eines nicht: An der Börse gibt es viele Verlierer und nur wenige Gewinner…