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Aktuell: Warum der Goldpreis nach den US-Jobdaten ansteigt! Wie geht es weiter?

Ein Gastbeitrag von Claudio Kummerfeld, vom 08.05.2021

Der Goldpreis steigt seit 14:30 Uhr sprunghaft an von 1.819 auf 1.838 Dollar. Gestern war er bereits sehr zügig über die 1.800-Marke gelaufen, nämlich von 1.793 auf 1.817 Dollar – weil die US-Anleiherenditen zusammen mit dem US-Dollar gefallen waren. Das war ein idealer Nährboden für die Gold-Bullen, um den Markt hochzukaufen. Jetzt springt der Goldpreis wie gesagt weiter an. Der Grund ist klar zu benennen.

US-Arbeitsmarktdaten aktuell entscheidender Faktor für Goldpreis

Um 14:30 Uhr wurden die US-Arbeitsmarktdaten für den Monat April veröffentlicht. Sie fielen wirklich enttäuschend schwach aus. Statt 893.000 wurden nur 266.000 Stellen neu geschaffen. Auch die März-Zahl wurde nach unten revidiert von 916.000 auf 770.000. Da haben sich die Analysten in ihren Erwartungen aber übel verkalkuliert. Und der Goldpreis reagierte sofort auf diese Meldung.

Gold springt hoch, weil Renditen und US-Dollar jetzt weiter fallen

Das Szenario geht so: Deutlich weniger neue Jobs als erwartet lassen vermuten, dass der Preisdruck in den USA doch nicht so stark ausfallen sollte. Also weniger Inflation – das bedeutet wiederum, dass die Federal Reserve vermutlich weniger Druck verspürt die Zinsen anzuheben. Das wiederum lässt aktuell die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen weiter fallen. Nachdem sie tagelang von 1,68 auf 1,57 Prozent gefallen war, geht es aktuell weiter runter auf 1,52 Prozent. Damit wird das zinslose Gold in Relation zu US-Anleihen attraktiver, und der Goldpreis steigt an. Auch der US-Dollar sackt die letzten Minuten kräftig runter. Der US-Dollar-Index fällt seit 14:30 Uhr von 90,89 auf 90,44 Indexpunkte.

Aktueller Analystenkommentar

Naeem Aslam von Avatrade sagt ganz aktuell nach den US-Arbeitsmarktdaten, dass es bei der Betrachtung dieser Zahlen so scheint, als ob die „1“ am Anfang der heutigen Zahl gefehlt hat. Der Markt habe fast eine Million neue Jobs erwartet, aber man bekam nur 266.000. Eines sei damit klar – die lockere Geldpolitik (der Fed) werde daher nicht so bald verschwinden. Die Händler haben laut Naeem Aslam einen tierischen Ehrgeiz gezeigt, wenn es um den Goldpreis geht, da er alle Widerstandsniveaus, die ihm im Weg stehen, zerreißt. Der Dollar-Index sei vor der Veröffentlichung dieser Daten schwächer, und jetzt wisse man mit Sicherheit, dass noch viel mehr Schwäche bevorstehe.
 
Dies habe die Goldhändler dazu veranlasst wild zu werden, und die Risk-Off-Rallye sei in vollem Gange. Ipek Ozkardeskaya von Swissquote sagte heute früh zum Thema Gold, dass der Goldpreis den Widerstand bei 1.800 Dollar überschritten habe. Es gäbe keine bessere Kombination für die Gold-Bullen als die niedrigen US-Renditen und die steigenden Inflationserwartungen. Das größte Risiko für den Anstieg im Goldpreis sei ein möglicher, schneller Anstieg der US-Renditen. Abgesehen davon sei Gold, das den Industriemetallen wie Kupfer und Aluminium hinterherhinkte, nun bereit, als Inflationsabsicherung wieder ins Spiel zu kommen.

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TradingView Chart zeig Goldpreis im Vergleich zur US-Anleiherendite.

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US-Arbeitsmarktdaten: Deutliche Schwäche bei Industrie, Einzelhandel, Hilfsarbeiten

Ein Gastbeitrag von Claudio Kummerfeld, vom 08.05.2021

Die US-Arbeitsmarktdaten wurden um 14:30 Uhr veröffentlicht mit einem Zuwachs von 266.000 Stellen im April, womit die Erwartungen übelst enttäuscht wurden (Prognose +893.000). Bezüglich der Gesamtzahl von 266.000 neuen Stellen gab es einen Aufbau von 48.000 Stellen beim Staat.

Somit gab es im April effektiv nur 218.000 neue Stellen im Privatsektor. Im Verarbeitenden Gewerbe in den USA gab es im April insgesamt einen Abbau von 16.000 Stellen. Im Untersektor Bergbau lag die Veränderung bei +2.000. Auf dem Bau war der Wert unverändert, und in der Industrie gingen 18.000 Stellen verloren. Die folgende Grafik zeigt die gesamten Daten für das Verarbeitende Gewerbe im April.

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US-Arbeitsmarktdaten im Dienstleistungsbereich

Bei den neu geschaffenen Stellen im April sehen wir nach Betrachtung des Verarbeitenden Gewerbes noch ein Plus von 234.000 Stellen im US-Dienstleistungssektor. Der Einzelhandel baut als Untersektor 15.300 Stellen ab – das ist mehr als schwach! Innerhalb des Einzelhandels haben Lebensmittel- und Getränkeläden 49.400 Stellen abgebaut.

Sport, Buch- und Musikgeschäfte schufen 20.000 neue Stellen. Das sind schon sehr merkwürdige Verschiebungen innerhalb des Einzelhandels. Waren- und Lagerhäuser in den USA bauten im April 77.400 Stellen ab. Innerhalb des Sektors „Professional and business services“ gingen 111.400 befristete Hilfstätigkeiten verloren, während es 11.600 neue Jobs im Untersektor „Architekten und Ingenieure“ gab.

Man sieht hieran den gigantischen Bauboom bei Häusern, der derzeit in den USA herrscht. Der Bereich „Pflege und Bildung“ ist mit -1.000 Stellen auch sehr schwach am Start.

Der mit Abstand traditionell größte Einzelposten, wenn es um das schnelle Schaffen neuer Jobs in den USA geht, ist in der Regel der Bereich „Freizeit und Bewirtung“, also Restaurants, Bars, Freizeitparks etc. Die Branche ist mit 331.000 neuen Jobs im April recht anständig dabei neue Jobs zu schaffen. 187.000 neue Jobs entfielen hier alleine auf den Untersektor „Bars und Restaurants“.
 

Details zu Dienstleistungen innerhalb der US-Arbeitsmarktdaten für April
Daten und Grafiken: US BLS

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Fed und Märkte – Dealer und Junkies! Marktgeflüster (Video)

Ein Gastbeitrag von Markus Fugmann, vom 10.05.2021

Was heute passiert, ist so ungemein typisch für das Verhältnis zwischen den Märkten und der Fed – ein Verhältnis, das an die Beziehung zwischen Dealer und Junkie erinnert! Denn die extrem schlechten US-Arbeitsmarktdaten werden von den Aktienmärkten gefeiert, weil die Wahrscheinlichkeit eines frühzeitigen Ausstiegs aus der ultrtalaxen Geldpolitik durch die Fed geringer geworden zu sein scheint. Scheint! Denn nicht nur steigen die Rohstoffpreise weiter, sondern auch die US-Löhne sind überraschend stark angestiegen – dund damit das, was zu einem starken Anstieg der Inflation noch fehlte. Ohnehin zeigt eine Analyse der Daten: viele Amerikaner leben noch vom kürzlich ausgeschütteten Helikoptergeld – das senkt die Bereitschaft deutlich, vor allem in eher schlecht bezahlte Jobs zurück zu kehren….

Zum Video-Beitrag

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Diese 3 ungeliebten Tech-Aktien sind vor den Quartalszahlen einen Blick wert!

Ein Gastbeitrag von (Jesse Cohen/Investing.com), vom 10.05.2021

Schnell wachsende Technologietitel zählten im letzten Jahr zu den besten Aktien, bevor in den letzten Wochen ein allgemeiner Ausverkauf in diesem Bereich des Marktes einsetzte und den NASDAQ 100 nach unten zog, der die 100 größten Aktien im technologielastigen Index repräsentiert.

Von steigenden Renditen, die die Anleger zu einem Umdenken bei Titeln mit überzogenen Bewertungen veranlassen, bis hin zu “Wiedereröffnungswetten”, bei denen Anleger Technologie-Aktien abstoßen, gibt es derzeit mehrere negative Faktoren, die den Sektor plagen.

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Nasdaq 100

Trotz des Pullbacks sind hier drei Unternehmen, die in den kommenden Tagen inmitten eines anhaltenden Ausverkaufs des Sektors ihre Quartalszahlen vorlegen werden. Alle drei haben noch viel Raum für Wachstum in ihren jeweiligen Geschäftsfeldern, was sie zu soliden, langfristigen Wertanlagen macht.

​1. Cloudflare

  • Berichtstermin: Donnerstag, der 6. Mai 2021

  • Geschätztes Gewinnwachstum: +50% pro Aktie gegenüber dem Vorjahr

  • Geschätztes Umsatzwachstum: +43,6% im Vergleich zum Vorjahr

  • Kursentwicklung seit Jahresbeginn: +5,5%

  • Börsenwert: 24,9 Milliarden US-Dollar

Cloudflare (NYSE:NET), das ein Content Delivery Network, Internetsicherheitsdienste und verteilte DNS-Dienste bereitstellt, hat seit dem Einbruch auf ein Tief von 15,05 USD während des Höhepunkts des Ausverkaufs im März 2020, als die Pandemie ihren Lauf nahm, einen bemerkenswerten Höhenflug erlebt.

Zu einem Zeitpunkt war die Aktie des in San Francisco, Kalifornien, ansässigen Technologieunternehmens um mehr als 500% gestiegen, da sie von der starken Nachfrage nach Cloud-basierten Netzwerk- und Cybersicherheitsdiensten profitierte.

Seit sie am 10. Februar ein Rekordhoch von 95,77 USD erreicht hatte, verlor die Aktie jedoch an Dynamik und fiel bis zum Dienstag um rund 16% auf 80,19 USD. Gegenüber dem Jahresanfang steht immer noch ein Plus von 5,5% zu Buche, was jedoch hinter der Wertentwicklung des S&P 500 zurückbleibt.

Gegenwärtig hat der Cybersecurity-Spezialist  eine Marktkapitalisierung von 24,9 Milliarden US-Dollar.

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Cloudflare

Cloudflare, dessen Gewinn und Umsatz im vierten Quartal die Erwartungen leicht übertrafen, wird am Donnerstag, dem 6. Mai, nach Handelsschluss in New York seine Finanzergebnisse vom ersten Quartal veröffentlichen.

Im Durchschnitt sagen die Prognosen voraus, dass das Netzwerksicherheitsunternehmen, das in fünf aufeinander folgenden Quartalen die Erwartungen der Wall Street getroffen oder übertroffen hat, einen Verlust von 0,02 USD je Aktie verbuchen wird, nach einem Minus von 0,04 USD je Aktie im Vorjahreszeitraum.

Der Umsatz dürfte im Jahresvergleich um fast 44% auf 131,0 Mio. USD steigen, was auf die wachsende Nachfrage nach Web-Sicherheit, der Bereitstellung von Inhalten sowie Netzwerkdiensten und -lösungen für Unternehmen zurückzuführen ist.

Über die Umsatz- und Gewinnzahlen hinaus werden Anleger die zahlende Kundschaft von Cloudflare im Auge behalten, deren Anzahl im Vorquartal ein Allzeithoch von 111.000 erreicht hatte.

Die Marktteilnehmer werden sich auch den Ausblick genau ansehen, den des Netzwerksicherheitsunternehmens für den Rest des Jahres und darüber hinaus abgibt. Cloudflare stellt bisher für das Gesamtjahr 2021 einen Verlust in der Größenordnung von 0,08 bis 0,09 US-Dollar bei einem Umsatz von 591 Millionen US-Dollar in Aussicht.

​2. Trade Desk

  • Berichtstermin: Montag, der 10. Mai 2021

  • Geschätztes Gewinnwachstum: -14,4% pro Aktie gegenüber dem Vorjahr

  • Geschätztes Umsatzwachstum: +35% im Vergleich zum Vorjahr

  • Kursentwicklung seit Jahresbeginn: -16,8%

  • Börsenwert: 32,5 Milliarden US-Dollar

Trade Desk (NASDAQ:TTD), ein weltweit tätiger Anbieter für Werbetechnologie, die zum Einkauf datengestützter Mediaplatzierungen zum Einsatz kommt, hat in letzter Zeit einige Turbulenzen durchgemacht.

Nachdem die TTD-Aktie von Jahresanfang bis Mitte Februar um bis zu 15% gestiegen war, liegt sie nun 31,5% unter dem am 22. Dezember erreichten Rekordhoch von 972,30 USD.

Trotz der Verluste seit Jahresbeginn von fast 17% ist der in Ventura, Kalifornien, ansässige Spezialist für den Kauf digitaler Anzeigen an der Börse immer noch 32,5 Mrd. USD wert, da sein Aktienkurs trotz des jüngsten Dämpfers in den letzten 12 Monaten um 129% gestiegen ist und es von einer Flut digitaler Anzeigenkäufe profitiert.

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Trade Desk

Trade Desk, das Anfang Februar die Erwartungen für das vierte Quartal bei Gewinn und Umsatz weit übertraf, legt seine nächsten Finanzergebnisse am Montag, dem 10. Mai, vor Handelsbeginn in den USA vor.

Der Durchschnitt der Schätzungen sagt für das erste Quartal einen Gewinn pro Aktie von 0,77 USD voraus, was einem Rückgang um fast 14% gegenüber dem GpA von 0,90 USD im Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht. Der Umsatz soll jedoch um 35% gegenüber dem Vorjahresquartal auf 216,9 Millionen USD steigen, dank eines starken Wachstums der Einnahmen aus Internet-TV-Werbung.

Internet-Video-Streaming macht 25% des Gesamtumsatzes des Unternehmens aus.

Daher werden die Anleger gespannt sein, ob Trade Desk weiterhin ein explosives Wachstum in seinen Märkten für mobile Videos, vernetztes Fernsehen und Audio verzeichnet, die im vierten Quartal allesamt zweistellig gegenüber dem Vorjahr gewachsen waren.

Noch wichtiger: die Anleger hoffen, dass Trade Desk diesmal einen Ausblick für den Rest des Jahres abgibt, nachdem die Online-Werbefirma das letzte Mal keine Prognose abgegeben wollte.

​3. Palantir Technologies

  • Berichtstermin: Dienstag, der 11. Mai 2021

  • Geschätztes Gewinnwachstum: -47,3% pro Aktie gegenüber dem Vorjahr

  • Geschätztes Umsatzwachstum: +3,1% im Vergleich zum Vorquartal

  • Kursentwicklung seit Jahresbeginn: -8,1%

  • Börsenwert: 40,0 Milliarden US-Dollar

Nachdem Palantir Technologies (NYSE:PLTR) in den ersten vier Wochen des Jahres 2021 wie eine Rakete um fast 91% gestiegen war, hat die Aktie seitdem an Dynamik verloren und seit Jahresanfang 8% ihres Wertes eingebüßt, da das Unternehmen, das Software und Dienstleistungen zur Datenanalyse an Regierungsbehörden und Großunternehmen verkauft, vom allgemeinen Ausverkauf wachstumsstarker Technologieunternehmen mit in die Tiefe gerissen wurde.

Die PLTR-Aktie beendete die gestrige Sitzung bei 21,64 USD und lag damit rund 52% unter ihrem Allzeithoch von 45,00 USD, das Ende Januar erreicht wurde. Derzeit hat das in Denver, Colorado, ansässige Data-Mining-Unternehmen eine Marktkapitalisierung von 40 Milliarden US-Dollar.

Trotz der jüngsten Turbulenzen stehen die Aktien des von Peter Thiel gegründeten Anbieters von Analysesoftware gegenüber ihrem Handelsdebüt am 30. September zu 10 USD immer noch 116% im Plus, da die Nachfrage nach den Software-Werkzeugen des Hochtechnologieunternehmens wächst.

Palantir

Palantir

Palantir legt am Dienstag, dem 11. Mai, vor der Eröffnungsglocke seinen dritten Quartalsbericht als börsennotiertes Unternehmen vor. Daher gibt es keine Vergleichszahlen aus dem Vorjahr.

Im Durchschnitt gehen die Schätzungen davon aus, dass das Unternehmen für Unternehmenssoftware, das die Prognosen für Gewinn und Umsatz in den beiden vorangegangenen Quartalen übertroffen hatte, im ersten Quartal einen Gewinn pro Aktie von etwa 0,03 USD ausweisen wird, womit sich der GpA gegenüber dem des Vorquartals von rund 0,06 USD ungefähr halbiert hätte.

Der Umsatz soll gegenüber dem letzten Quartal um 3% auf 332,1 Mio. USD steigen, da die Nachfrage nach Datenanalyse-Softwaretools von Regierungsbehörden auf der ganzen Welt, wie z.B. der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA und dem nationalen Gesundheitsdienst Großbritanniens NHS gestiegen ist.

Palantir erwirtschaftet 56% seiner Gesamteinnahmen mit Regierungsaufträgen. Daher werden sich die Anleger weiterhin vorrangig auf das Wachstum des Geschäfts mit Staatskunden konzentrieren, wo die Einnahmen im letzten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 85% auf 190 Mio. USD anwuchsen.

Das Umsatzwachstum mit Aufträgen von Privatunternehmen, das im letzten Quartal lediglich um 4% auf 132 Mio. USD gestiegen war, wird ebenfalls von Interesse sein, da das Technologieunternehmen versucht, seine Kundenbasis zu verbreitern.

Mit fast 140 Kunden strebt Palantir eine Expansion in verschiedene andere Sektoren, wie etwa in das Gesundheitswesen, den Energiesektor und die Fertigungsindustrie, an.

Die Anleger werden auch die Prognosen von Palantir für den Rest des Jahres und darüber hinaus genau beachten. Das Big-Data-Unternehmen gab im letzten Quartal bekannt, dass es für das Gesamtjahr 2021 ein Umsatzwachstum von 30% erwartet, was eine Verlangsamung gegenüber den 47% in 2020 wäre.

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Goldpreis: Wie nachhaltig die Rallye ist!

Ein Gastbeitrag von (Barani Krishnan/Investing.com), vom 10.05.2021

Die Rückkehr des Goldpreises auf über 1.800 Dollar ist logisch, überfällig und sogar bemerkenswert – in Anbetracht der beschwerlichen Reise, die er in diesem Jahr hinter sich gebracht hat.

Aber natürlich stellt sich die Frage, wie es weitergeht. Wird diese Rallye anhalten?

Seit Januar befindet sich Gold auf einem Höllenritt, der eigentlich im August letzten Jahres begann – als es von seinen Rekordhochs fiel und ein paar Monate lang vor sich hin dümpelte, bevor es ab November, als die ersten Durchbrüche bei den COVID-19-Impfstoffen bekannt gegeben wurden,  regelrecht abstürzte.

Abgesehen von den Goldbugs – die dem gelben Metall die Treue geschworen haben, komme was wolle – war Überzeugung ein seltenes Gut für den durchschnittlichen Long-Investor, der versuchte, dem Gold durch die Mühen der letzten sechs Monate treu zu bleiben.

Mit der Rückeroberung der 1.800 Dollar-Marke am Donnerstag – nach einem zehnwöchigen Kampf – wurden mehrere Preisziele für Gold von Analysten festgelegt. Sie sind sich so lange nicht über den Ausbruch einig, bis diese Niveaus nicht erreicht werden.

Phillip Streible, Chef-Marktstratege bei Blueline Futures in Chicago, sagte am Donnerstag zu Investing.com:

“Ich bin noch nicht davon überzeugt, dass wir mit Gold am Ziel sind. Ich muss ein paar Tagesschlusskurse über der 1.800 Dollar-Marke sehen, um überzeugt zu sein, dass wir in den Bereich von 1.900 Dollar vorstoßen und die 2.000 Dollar-Höchststände vom August herausfordern können.”

“Wenn man eine Inflationsabsicherung sucht, gibt es jetzt viele andere Rohstoffe, wo man diese bekommen könnte, von Kupfer bis hin zu Agrarrohstoffen, wie Sojabohnen.”

Inflation: Bisher ein leidiges Thema für Gold-Longs

Der Verweis auf die Inflation ist schmerzhaft für viele, die in den letzten Monaten in Gold investiert waren, unter der Prämisse, dass das Metall als der beste Wertspeicher gilt, auf den man bei finanziellen und politischen Problemen zählen kann.

Das Problem ist jedoch, dass Gold unglaublich spät zur Inflationsparty kam, während die Preise anderer Rohstoffe wie ÖlHolz und sogar Kaffee aufgrund von Angebots- und Nachfragedruck durch eine Wirtschaft, die sich nach Monaten der COVID-Sperre wieder öffnet, anzogen.

Ole Hansen, Leiter der Rohstoffstrategie bei der Saxo Bank, sagte, dass der Durchbruch von Gold über 1.800 Dollar ein wichtiger Schritt sei, aber das Metall habe noch viel mehr zu beweisen.

“Buy Stops aus langfristigen Shorts müssen noch in Angriff genommen werden, also kommt jetzt die harte Arbeit, sich darüber zu halten,” sagte Hansen in einem Tweet auf Twitter. Da Gold bereits am Donnerstag die 1.818 Dollar-Marke geknackt hat, muss nun “die ´1.851 Dollar-Marke folgen”, fügte er hinzu.

 

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Gold Tageschart

 

Alle Charts mit freundlicher Genehmigung von S.K. Dixit Charting

Sunil Kumar Dixit von S.K. Dixit Charting in Indien, sagte, dass Gold nach Wochen der Schwäche einen starken Gegentrend etabliert habe, fügte aber hinzu, dass es von hier aus in beide Richtungen gehen könne.

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Gold Wochenchart

 

“Die aktuelle Rallye wird sich fortsetzen, solange sich der Preis über 1.812 Dollar hält. Eine Bewegung darunter wird wahrscheinlich eine Korrektur bis zum 5-Tage-Durchschnitt von 1.805 Dollar einleiten, die sich dann weiter auf 1.798 – 1.785 – 1.770 Dollar erstrecken könnte.”

 

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Gold Monatschart

 

Obwohl sich Gold an einem Wendepunkt befindet, sagte Dixit, dass der Stochastic Relative Strength Indicator positiv sei und Bewegungen nach oben unterstütze.

“Es gab eindeutig einen Doppelboden bei den Niveaus um 1.676 und 1.677 Dollar, bevor der Ausbruch über den horizontalen Widerstand von 1.755 Dollar erfolgte. Jetzt, mit Zielen bei 1.830 Dollar, die ein 38,2% Fibonacci Retracement von früheren Tiefstständen markieren, besteht die Chance auf eine Ausweitung auf den 200-Tage Simple Moving Average von 1.850 Dollar.”

Kaum einer ist extrem bullish für Gold

Einige der Kommentare zum Goldpreis nach dem Ausbruch am Donnerstag waren jedoch ausgesprochen bärisch.

Stunden nach dem Breakout über die Marke von 1.800 Dollar am Donnerstag stuften die HSBC-Analysten ihre Einschätzung für das Metall auf “neutral” herab. Demnach gehen sie nicht davon aus, dass es sich im nächsten Quartal bis halben Jahr wesentlich höher bewegen wird.

Die HSBC (LON:HSBA) merkte an, dass sich die 10-jährige US-Staatsanleihenrendite wohl um 1,6 Prozent stabilisiert hat, nachdem sie Ende März einen Höchststand von 1,75 Prozent erreicht hatte, was darauf hindeutet, dass die Inflationssorgen vorerst nachlassen könnten.

Zur Inflation selbst sagten sie, sie sei:

  • “vorübergehend” (übereinstimmend mit Fed-Chef Jay Powell)
  • getrieben von erhöhten Erwartungen; scheint aber ihren Höhepunkt erreicht zu haben.
  • mild, da die Zentralbanken weiterhin eine lockere Geldpolitik verfolgen.

Zum Schluss sagten die Analysten von HSBC über Gold:

“Kurzfristig haben wir Gold auf neutral herabgestuft, da wir in den nächsten drei bis sechs Monaten keinen signifikanten Wertzuwachs erwarten, insbesondere da die Anleiherenditen immer noch hoch sind.”

Laut dem IG Client Sentiment waren 81,24% der Goldhändler auf dem Markt long eingestellt, was wiederum eine Short-Position für Gold nahelegt.

“Wir nehmen typischerweise eine konträre Sichtweise zur Stimmung der Marktteilnehmer ein, und die Tatsache, dass die Händler Netto-Long sind, deutet darauf hin, dass die Goldpreise weiter fallen könnten”, hieß es. “Die Händler sind mehr Netto-Long als gestern, aber weniger Netto-Long als letzte Woche. Die Kombination aus der aktuellen Positionierung und den jüngsten Veränderungen gibt uns eine weitere gemischte Tendenz für den Goldhandel.”

Trotz dieser überwältigend bärischen Ansichten entwickelte sich Gold zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels sehr gut und schien kurz davor zu stehen, die Gewinne vom Donnerstag weiter auszubauen.

Bis zum Mittagshandel in Singapur (06:00 Uhr MEZ) bewegten sich die maßgeblichen Futures auf Gold an der New Yorker COMEX um die 1.820 Dollar, nachdem sie ihren Höchststand bei knapp über 1.822 Dollar erreicht hatten. Seit dem Settlement am Mittwoch hat der Kontrakt insgesamt etwa 35 Dollar bzw. 2 Prozent zugelegt.

Der Gold-Spotpreis war fast identisch mit dem der Futures. Investoren entscheiden manchmal über die Richtung für Gold, indem sie auf den Spotpreis schauen, der Goldbarren zur sofortigen Lieferung widerspiegelt.

US-Jobdaten als Lackmustest für Gold

Eines ist jedoch klar: Sowohl Bullen als auch Bären sind sich einig, dass der Lackmustest für Gold die US-Arbeitsmarktdaten für April sein werden, die am Freitag um 14:30 Uhr MEZ anstehen. Die Beschäftigungszahlen haben sich in den letzten drei Monaten in den Vereinigten Staaten rapide verbessert und es wird erwartet, dass die neugeschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft im April einen Zuwachs von 978.000 verzeichnen werden, der auf den Zuwachs von 916.000 im März aufbaut.

Thomas Westwater, ein Gold-Analyst, der auf DailyFX bloggt, schrieb:

“Die Fed glaubt, dass das Anziehen der Inflation vorübergehend sein wird, oder wie der Vorsitzende Powell gerne sagt, transitorisch – vielleicht sein Lieblingswort, wenn nicht sogar eines seiner meistbeachteten.”

“Das soll nicht heißen, dass der NFP-Bericht in dieser Woche den Goldpreis nicht bewegen wird, denn das wird er wahrscheinlich.”

Gold hatte Mitte 2020 einen fulminanten Lauf, als es von den Tiefstständen im März von unter 1.500 Dollar anstieg und bis August Rekordhöhen von fast 2.100 Dollar erreichte. Damit reagierte es auf Inflationsängste, die durch die ersten fiskalischen Impulse der USA in Höhe von 3 Billionen Dollar ausgelöst wurden.

Durchbrüche in der Impfstoffentwicklung seit November sowie der Optimismus einer wirtschaftlichen Erholung zwangen Gold jedoch dazu, das Jahr 2020 bei knapp unter 1.900 Dollar zu beenden. In diesem Jahr verschlechterte sich die Lage, da Gold im Januar zunächst auf ein Niveau von 1.800 Dollar fiel und dann im März zu einem Zeitpunkt unter 1.660 Dollar kollabierte.

Eine solche Schwäche des Goldes ist bemerkenswert, wenn man das im März vom Kongress verabschiedete Konjunkturprogramm in Höhe von 1,9 Billionen Dollar und die Pläne der Biden-Administration für zusätzliche Infrastrukturausgaben in Höhe von 2,2 Billionen Dollar bedenkt.

Haftungsausschluss: Barani Krishnan nutzt eine Reihe von Ansichten außerhalb seiner eigenen, um Vielfalt in seine Analyse eines jeden Marktes zu bringen. Um Neutralität zu gewährleisten, präsentiert er manchmal konträre Ansichten und Marktvariablen. Er hält keine Position in den Rohstoffen und Wertpapieren, über die er schreibt.

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Sojapreise im Höhenflug: Ein ETF, der sich auf die Ölsaat konzentriert (investing.com)

Ein Gastbeitrag von Tezcan Gecgil (investing.com), vom 07.05.2021

Es gibt gleich mehrere Themen-ETFs (Exchange Traded Funds), die gezielt in Agrarrohstoffe investieren. Und einige davon haben wir bereits besprochen (hierhier und hier). Angesichts der Tatsache, dass die Sojabohnenpreise auf Mehrjahreshochs stehen, erweitern wir die Diskussion auf einen anderen Agrarfonds, der sich ganz speziell auf diesen Rohstoff konzentriert.

 

 

 

Bei der Sojabohne handelt es sich um eine Ölsaat. Etwa 85% der angebauten Sojabohnen finden als Tierfutter Verwendung. Der Rest ist für den menschlichen Verzehr bestimmt.

Wenn die Ölsaat zermahlen wird, entstehen Sojaschrot und SojaölArcher-Daniels-Midland (NYSE: ADM) und Bunge (NYSE: BG) zählen zu den führenden Verarbeitern von Sojabohnen in den USA.

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) erklärt:

“Verarbeitete Sojabohnen sind die weltweit größte Quelle von tierischem Eiweißfutter und die zweitgrößte Quelle für Pflanzenöl. Die USA sind der weltweit führende Sojabohnenproduzent und der zweitgrößte Exporteur.”

Der größte Exporteur von Sojabohnen ist Brasilien. Auf der anderen Seite des Welthandels steht China, die bevölkerungsreichste Nation der Welt. Es ist der weltweit größte Sojabohnenimporteur. Die Ölsaat macht rund 60% der Landwirtschaftsexporte aus den USA nach China aus.

Otsuka Pharmaceutical, das Teil der japanischen Otsuka Holdings (OTC:OTSKY) ist, hebt hervor:

“Der weltweit größte Sojabohnenerzeuger, die USA, produziert ungefähr 73 Millionen Tonnen pro Jahr. Seine Bevölkerung verbraucht jedoch durchschnittlich nur ungefähr 40 Gramm Soja pro Person und Jahr. Dies ist weniger als die Menge, die an einem Tag von einem Durchschnittsjapaner verzehrt wird.”

Mit anderen Worten, in der westlichen Ernährung spielen Sojabohnen kaum eine Rolle, anders als in Japan oder China, das Land, das die Nachfrage bestimmt und damit auch den Preis. In China erholt sich zudem der Schweinebestand stark von der Schweinepest und den damit einhergehenden Notschlachtungen in den vergangenen Quartalen. Infolgedessen ist die Nachfrage aus dem Land nach Tierfutter auf Basis von Sojabohnenschrot gestiegen.

Bevor landwirtschaftliche ETFs allgemein verfügbar wurden, handelten Anleger in der Regel mit Terminkontrakten auf Sojabohnen an Future- und Optionsbörsen wie der CME Group (NASDAQ:CME). ETFs sind eine neue (und womöglich einfachere) Möglichkeit, um in solche Rohstoffe zu investieren.

Viele Finanzplaner weisen darauf hin, dass Rohstoffinvestitionen zur Diversifizierung traditioneller Aktien- und Anleiheportfolios beitragen können. Vor diesem Hintergrund stellen wir einen Fonds vor, der für eine Vielzahl von Anlegern interessant sein könnte.

​Teucrium Soybean Fund

  • Aktueller Kurs: 23,37 USD

  • 52-Wochen-Spanne: 13,38 – 23,39 USD

  • Kostenquote: 2,34% pro Jahr

Der Teucrium Soybean (NYSE:SOYB) bietet Anlegern ein Engagement in Terminkontrakten auf Sojabohnen, ohne dass ein Handelskonto für Futures eröffnet werden muss. Der Fonds kam im September 2011 an die Börse und verwaltet rund 93 Millionen US-Dollar.

 

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SOYB

 

SOYB verfolgt die Wertentwicklung von drei Sojabohnen-Terminkontrakten (mit unterschiedlichen Fälligkeiten), die am Chicago Board of Trade gehandelt werden. Der Fonds bildet also nicht den Spot- bzw. Kassapreis von Sojabohnen ab.

Bislang ist ETF mit dem Kürzel SOYB im Jahr 2021 um fast 20% gestiegen und steht aktuell auf Mehrjahreshochs. Wer sich für Sojabohnen interessiert, sollte den Fonds auf seine Watchlist setzen und einen Einstieg bei Dips in Betracht ziehen. Allerdings gilt es auch zu berücksichtigen, dass der Fonds eine hohe Kostenquote aufweist.

Zu beachten ist außerdem, dass Investitionen in Warenterminkontrakte (auch mittels Fonds) äußerst volatil sein können.

Landwirte und landwirtschaftliche Unternehmen nutzen Terminmärkte, um ihre Risiken abzusichern. Daher haben diese Märkte einen wichtigen Zweck. Jeder Rohstoff hat jedoch auch einzigartige Handelsmerkmale sowie Angebots- und Nachfrageeigenschaften. Daher müssen sich Privatanleger vor einem Engagement genau informieren.

Einige Konzepte wie “Rollover”, “Contango” und “Backwardation”, die wir bereits hier besprochen haben, sind wichtig, um zu beurteilen, wie sich Terminkontrakte im Normalfall verhalten. Händler am Terminmarkt wechseln regelmäßig von einem Terminkontrakt zum nächsten über. Andernfalls könnten sie gezwungen sein, die Ware annehmen zu müssen. Dieser Rollover führt entweder zu einer positiven (in Backwardation-Märkten) oder einer negativen (in Contango-Märkten) Roll-Rendite.

In einfachen Worten bedeutet Backwardation in der Regel, dass die Nachfrage das Angebot übersteigt, d.h. die Märkte wollen die Produkte jetzt. Wenn sich der Sojabohnenmarkt in Backwardation befindet, ergibt es für die Landwirte Sinn, ihre Produkte jetzt und nicht zu einem späteren Zeitpunkt zu verkaufen. Sie haben also keinen Anreiz, Sojabohnen zu lagern, um sie erst in der Zukunft zu verkaufen.

Bloomberg hat vor kurzem berichtet, dass die Rohstoffmärkte, wie auch der von Sojabohnen, eine steile Backwardation aufweisen. Daher könnte die aktuelle Nachfrage die Preise weiter in die Höhe treiben. Interessierte Investoren müssen jedoch stets das Gleichgewicht zwischen globalem Angebot und Nachfrage genau im Auge behalten.

Lesen Sie auch:

Anmerkung des Autors: Nicht jeder in diesem Artikel beschriebene ETF (Exchange-Traded Fund) ist zwangsläufig auch in Ihrem Land handelbar. Lassen Sie sich von einem zugelassenen Broker oder Finanzberater beraten, bevor Sie eine Investitionsentscheidung treffen. Die in diesem Artikel enthaltenen oder beschriebenen Informationen und Produkte dienen zu reinen Informationszwecken. Führen sie selbst eine gründliche Recherche durch, bevor Sie eine Investitionsentscheidung treffen.

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Tesla Inc.: Wie dünn ist das Eis? Anschnallen ist hier Pflicht!

Ein Beitrag von Henrik Becker, vom 07.05.2021

Mit einem Preisabschlag von deutlich über 30 Prozent, konnte die seit Jahresanfang laufende Korrektur sich schon massiv in den Vordergrund schieben. Diese Entwicklung hatte ich in den letzten Betrachtungen auch so aufgezeigt, lediglich die zwischenzeitliche Performance hat sich in einer anderen Form dargestellt. Die noch laufende Korrekturphase bildet sich als Teil der immer noch aktiven Aufwärtsbewegung aus und wird sich in geraumer Zeit auch in Wohlgefallen auflösen. Ungeachtet dessen werden die Bäume wachsen, denn der Aufwärtstrend bildet sich in Gestalt einer Korrektur aus!

Tesla Inc.; Freie Analyse; Chartanalysen, Langzeitausblick; Henrik Becker; Neo-Wave.de; Elliott-Wellen-Prinzip, Elliott-Wave

Tesla Inc. (ISIN: US88160R1014), Chart vom 18.07.2018

Ausblick:
Aktuell bildet sich Welle (B) der übergeordneten Welle (x) aus. Wie für eine „B“ sehr häufig anzutreffen, bedient sich auch diese Welle eines Triangles (abcde) zur Ausbildung der internen Struktur. Die auf (B) folgende (C) setzt die Aktie der Tesla Inc. wieder deutlichem Druck aus, infolgedessen sich ein Abverkauf bis zur 1.00-Unterstützung bei 477 Euro einstellen wird. Ein signifikant tieferes Abgleiten kann ich dem Chart aktuell nicht ablesen. Nach Abschluss von Welle (x) wird sich ein neuer Aufwärtstrend einstellen.

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Tesla Inc. (ISIN: US88160R1014), Chart vom 06.05.2021

Diese sich offenbar als Impulswelle ausbildende Rallye lässt die Notierungen noch einmal steigen, versteht sich aber im Grund als der abschließende Part des großen Aufwärtstrends. Mögliche Ziele dieses Trends sind erst nach Abschluss der Korrektur zu benennen. Als Anhaltspunkte können die dargestellten Retracements herangezogen werden. Größere Gefahren stellen sich erst durch einen eventuellen Bruch der 1.00-Supportlinie (477 Euro), mittels Schlusskurses, ein.

Fazit:
Tesla bewegt sich, innerhalb eines Aufwärtstrends, in einer Korrektur. Die Korrektur wird sich noch geraum Zeit fortsetzen, weshalb eine Positionierung nicht anzuraten ist.

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3 renditestarke Dividendenaktien für ein sicheres und wachsendes Einkommen!

Ein Gastbeitrag von Haris Anwar (investing.com), vom 06.05.2021

Für renditehungrige Anleger sind dies keine leichten Zeiten. Die Dividendenrendite des S&P 500 Index beträgt nur noch 1,4% und ist damit so niedrig wie seit 150 Jahren nicht mehr, sieht man vom Höhepunkt der Dot-Com-Blase vor zwei Jahrzehnten ab. Das ist nicht gerade hilfreich, wenn Sie zur Optimierung Ihrer monatlichen Cashflows Geld in Aktien wollen.

Viele Unternehmen mussten im vergangenen Jahr ihre Dividendenzahlungen kürzen oder ganz einstellen, um einen der härtesten wirtschaftlichen Abschwünge unseres Zeitalters zu überleben. Unter ihnen waren Schwergewichte wie Boeing (NYSE:BA), Royal Dutch Shell (NYSE:RDSa) und Disney (NYSE:DIS), um nur einige zu nennen.

Während die Unternehmen im S&P 500 mit der Wiedereröffnung der Wirtschaft langsam auch wieder Gelder an die ihre Aktionäre ausschütten, sollten Sie bei der Auswahl Ihrer Dividendenaktien dennoch vorsichtig sein. Wir haben drei zuverlässige Aktien aus dem Universum der Substanzwerte in die engere Wahl gezogen. Jedes dieser Unternehmen kann aufgrund seiner ausreichenden Barreserven, gesunden Bilanzen und angemessenen Ausschüttungsquoten als relativ sichere Wahl angesehen werden.

​1. Verizon

  • Rendite: 4,28%
  • Quartalsdividende: 0,6275 USD

Telekommunikation gilt in unsicheren Zeiten als defensive Wette. Im Allgemeinen erhöhen diese Unternehmen regelmäßig die Auszahlungen. Und in vielen Fällen erhöhen sie ihre Dividenden schon seit Jahrzehnten in regelmäßigen Abständen. In diesem Sektor bevorzugen wir den US-Mobilfunkanbieter Verizon (NYSE:VZ).

Verizon
Verizon


Seit vielen Jahren konzentriert sich Verizon auf die Verbesserung seiner Infrastruktur. Das Unternehmen hat anders als AT&T (NYSE:T) große Akquisitionen vermieden. Stattdessen ist es kleinere Wetten eingegangen, die sich auf Möglichkeiten konzentrieren, sein Netzwerk schnell zu verbessern. Aufgrund der rechtzeitigen Übernahme von Straight Path Communications im Jahr 2018 ist Verizon im Rennen um den Aufbau eines 5G-Netzwerks führend – ein Teil der branchenweiten Bemühungen, die Geschwindigkeit zu erhöhen und neue Einnahmequellen zu erschließen.

Im März gab Verizon mehr als 52 Milliarden Dollar für die Lizenzierung von Mobilfunk-Luftwellen aus, um bis Anfang nächsten Jahres ein Drittel der US-Amerikaner mit seinem 5G-Netz bedienen zu können. Der Mobilfunknetzbetreiber erwartet, sein Umsatzwachstum bis 2024 auf 4% verdoppeln zu können, wenn eine Welle neuer 5G-Dienste zusätzliche Einnahmen in die Kasse spült.

Seine starke Bilanz, wachsende Dividenden und die Führungsposition bei der Einführung von 5G in den USA machen Verizon zu einer soliden und vergleichsweise sicheren Wahl für langfristige Anleger.

2. Realty Income

  • Rendite: 4%
  • Quartalsdividende: 0,70 USD

Wenn die Zinssätze sinken, flüchten viele Anleger aufgrund ihrer höheren Renditen und Auszahlungsstabilität in Immobilienfonds (Real Estate Investment Trusts, REITs). Während der Pandemie änderte sich jedoch das Risikoprofil vieler REITs, als in Gebäuden, in denen einst Restaurants, Einkaufszentren und Büros untergebracht waren, das Leben erlosch.

Selbst in diesem schwierigen Umfeld sollten wir nicht alle REITs über den gleichen Kamm scheren. Realty Income (NYSE:O), das Räume an erstklassige Kunden wie Walgreens (NASDAQ:WBA), FedEx (NYSE: FDX) und Dollar Tree (NASDAQ:DLTR) vermietet, ist ein solcher REIT, den Anleger in Betracht ziehen sollten, die an einem verlässlichen Einkommen interessiert sind.

Aufgrund der Stärke und Diversifikation seines Portfolios konnte Realty Income den schlimmsten Folgen der Pandemie entkommen. Das Portfolio von 6.662 Immobilien in den USA, Puerto Rico und Großbritannien war zum Ende des ersten Quartals zu 98% ausgelastet und 94% der Mietforderungen konnten eingetrieben werden.

Realty Income
Income


“Mit Blick auf die Zukunft haben sich unsere Mieteinnahmen verbessert und stabilisiert, das Geschäft ist gut positioniert, um von unserer aktiven globalen Investitionspipeline zu profitieren und wir haben das Quartal mit liquiden Mitteln von ca. 2,5 Mrd. USD abgeschlossen”, teilte Realty Income in seinem Quartalsabschluss in dieser Woche mit.

​3. Cisco Systems

  • Rendite: 3%
  • Quartalsdividende: 0,37 USD

Cisco (NASDAQ:CSCO) ist kein hochfliegender Technologie-Wert, dessen Bewertung sich in wenigen Monaten verdoppeln könnte, aber es ist ein Unternehmen mit viel Geld in der Kasse, das gut positioniert ist, um ununterbrochen Dividenden zu zahlen. Der in San José ansässige Netzwerkriese ist der weltweit größte Hersteller von Routern, Switches und anderen Geräten, mit denen Unternehmen Computer verbinden.

Das Unternehmen hat seine Wachstumschancen nach einer aggressiven Diversifizierung von Hardware zu einem softwaregesteuerten Modell in neue, wachstumsstarke Marktbereiche wie Cybersicherheit, Anwendungen und Dienste erheblich verbessert.

Diese Wachstumsinitiativen in Verbindung mit der beherrschenden Stellung des Unternehmens auf dem amerikanischen Kontinent, auf dem es den größten Teil seiner Einnahmen erzielt, haben Cisco in die Lage versetzt, sich besser als der Markt zu entwickeln, wenn die makroökonomischen Risiken nachlassen.

Goldman Sachs (NYSE:GS) hat die Aktie im März hochgestuft und darauf hingewiesen, dass eine Rückkehr in die Büros generell zu höheren IT-Ausgaben führen werde, wobei Cisco auch zusätzliche Einnahmen durch den Ersatz veralteter Technologien sieht.

Cisco Systems
Cisco Systems

 

Neben Wachstum bietet Cisco auch eine zuverlässige Dividende. Obwohl es noch kein Dividendenaristokrat ist, da es erst seit 11 Jahren eine Dividende ausschüttet, hat es seine Auszahlungen in jedem Jahr erhöht, was es zu einer attraktiven Wahl für all diejenigen macht, die ein wachsendes Einkommen anstreben.

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Wall Street: Konter der Bullen verpufft! Wie geht es weiter? Videoausblick

Ein Gastbeitrag von Markus Fugmann, vom 06.05.2021

Nach anfänglichen deutlicheren Gewinnen der Aktienmärkte der Wall Street schlossen die US-Indizes gestern kaum verändert – nach der Schwäche vom Dienstag mit deutlichen Verlusten vor allem bei Tech-Aktien im Nasdaq ist damit der Konter der Bullen wieder verpufft. Gestern das mit Abstand geringste Handelsvolumen des bisherigen Jahres an der Wall Street, während bei der Schwäche am Dienstag das Volumen deutlich höher war. Das rote Tuch für die Märkte ist derzeit das, was Janet Yellen ungeschickterweise ins Rampenlicht gestellt hat: dass die zu starke Inflation und eine überhitzende Wirtschaft die Fed zwingt, früher auf die Bremse zu treten durch zunächst Tapering, dann durch Zinsanhebungen …

Electric cable with sparks

Nio Inc.: Zwischen Hoffen & Bangen! Hier das neueste Update und Ziele!

Ein Beitrag von Henrik Becker, vom 07.05.2021

Entgegen der visuellen Wahrnehmung sind die Kursverluste, in Prozent ausgedrückt, schon nennenswert und haben mit Sicherheit Schmerzen verursacht. Dennoch erwarte ich, für den dargestellten Zeitrahmen, keine generelle Trendwende.

Nio Inc., Freie Analyse; Chartanalysen, Langzeitausblick; Henrik Becker; Neo-Wave.de; Elliott-Wellen-Prinzip, Elliott-Wave

Nio Inc. (WKN: A2N 4PB), Chart vom 11.01.2021

Ausblick:
Die seit Ende vergangenen Jahres laufende Korrektur bildet sich im Rahmen des immer noch intakten Aufwärtstrends aus. Im Speziellen wird durch diese Bewegung Welle (x) einer komplexen Korrektur ausgeformt. Dabei stellt die Ausbildung von (x) in Gestalt eines Triangles (ABCDE) eine typische Konstellation dar. Im Verlauf der aktuell noch laufenden Welle (E) wird sich die Aktie weiteren Verkaufsdruck beugen müssen. Als idealtypischer Zielbereich präsentiert sich die 0.62-Linie bei 23.65 Euro.

Nio Inc., Freie Analyse; Chartanalysen, Langzeitausblick; Henrik Becker; Neo-Wave.de; Elliott-Wellen-Prinzip, Elliott-Wave

Nio Inc. (WKN: A2N 4PB), Chart vom 06.05.2021

Zusätzlichen und zudem massiven Support wird diesem Level durch die auf gleichem Niveau liegende hellgraue untere Trendkanallinie zuteil. Resultierend daraus schließe ich ein unvermitteltes Unterschreiten dieses Kursniveaus nahezu aus. Nach Abschluss des Triangles wird sich der Aufwärtstrend wieder in Szene setzen können, und für ein erneutes allerdings finales Ansteigen verantwortlich sein. In welcher Form sich diese Rallye präsentieren wird, bleibt zunächst noch offen und ist momentan auch nicht signifikant. Größere Gefahren würden sich erst unterhalb der 0.62-Linie (23.68 Euro) einstellen.

Fazit:
Der Aufwärtstrend ist, ungeachtet der momentan ablaufenden Korrektur, immer noch die bestimmende Formation. Dennoch sollte ein geplantes Engagement sehr genau auf den Prüfstand gestellt werden. Absicherung: 23.68 Euro (0.62-Retracement).