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Fed: Wirkungstreffer durch massive Inflation! Marktgeflüster (Video)

Ein Gast-Beitrag von Markus Fugmann, vom 17.05.2021

Die Fed hat durch die heutigen Daten zur Inflation in den USA einen ersten harten „Wirkungstreffer“ erlitten! In der Kernrate (ohne Nahrung und Energie) stiegen die Preise so stark wie seit 1981 nicht mehr, in allen Bereichen stieg die Inflation stärker als erwartet. Damit wird das Mantra der Fed – die Inflation sei vorübergehend – noch nicht „ausgeknockt“, aber wenn die Daten in den nächsten Monaten weiter stark nach oben abweichen, hat die Notenbank ein Problem. Logische Folge der heutigen Daten: die Renditen steigen, der dafür sensitive Nasdaq besonders unter Druck, der Dollar legt zu. Wie gefährlich ist der Glaube von Powell und Co, dass die Inflation nur vorübergehend sei?

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Elon Musk, Cathie Wood – Symptome der Blase! Marktgeflüster (Video)

Ein Gast-Beitrag von Markus Fugmann, vom 13.05.2021

Sowohl Elon Musk als auch Cathie Wood und ihr Produkte stehen heute im Vordergrund des Interesses der Wall Street: Elon Musk wegen seines Tweets zu Bitocoin, das Tesla nun doch nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptieren will – Biitcoin konnte sich heute nicht wirklich erholen und handelt unter der 50.000er-Marke. Cathie Wood wiederum im Fokus weil ihr ARKK trotz der heutigen Erholung der Aktienmärkte weiter verliert und sogar unter die Marke von 100 fällt. Ist es Zufall, dass nun die beiden Stars Elon Musk und Cathie Wood plötzlich unter Druck kommen? Wohl nicht – denn der Anstieg der Inflation ist ein game changer, der die auffälligsten Symptome der von den Notenbanken geschaffenen Blase demaskiert …

 

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Realzins sinkt auf 41-Jahres-Tief – wann reagiert der Goldpreis? von Hannes Zipfel

Ein Gast-Beitrag von Hannes Zipfel, vom 14.05.2021

Im Zuge der überraschend hohen Inflationsdaten in den USA ist der Realzins auf den tiefsten Stand seit 1980 zurückgefallen. Normalerweise ist dies ein positives Umfeld für den Goldpreis. Dennoch entwickelten sich die Notierungen des gelben Edelmetalls zusammen mit den Aktien- und Anleihekursen nach der Veröffentlichung der Daten rückläufig. Ist dies nur ein kurzfristiges Phänomen?

Realzins stürzt weiter ab

Die jüngste Inflationsmessung (CPI) in den USA fiel mit +4,2 Prozent im April gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich höher aus als erwartet (+3,6 Prozent). Gegenüber März verteuerten sich die Konsumentenpreise um 0,8 Prozent an. Erwartet wurden hier nur +0,2 Prozent.
Da die nominellen Zinsen weniger stark anstiegen als die Inflationsrate, wurde der Realzins in den USA weiter in den negativen Bereich auf -4,1 Prozent gedrückt. Das ist der tiefste Stand seit Juni 1980.

 

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Der Realzins wird als Differenz zwischen dem Nominalzins und der Inflationsrate berechnet. Die obige Grafik zeigt den Nominalzins einer einjährigen US-Staatsanleihe, die jährliche US-Inflationsrate und den daraus resultierenden einjährigen Realzins.

Die Inflation ist definiert als die jährliche prozentuale Veränderung des Verbraucherpreisindex (CPI) inkl. Nahrungsmittel- und Energiepreise. Bei hoher Inflation steigen die Preise für Waren und Dienstleistungen und die Kaufkraft pro Währungseinheit sinkt entsprechend.
Dollarstärke und Nominalzinsanstieg überlagern kurzfristig den Realzins

In der längerfristigen Betrachtung ist ein Umfeld, in dem der Realzins immer tiefer in negatives Terrain vordringt, positiv für den Goldpreis. Umso tiefer die realen Zinsen fallen, umso höher steigt der Preis und vice versa:

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Nach der Bekanntgabe der jüngsten US-Inflationsdaten verbilligte sich der Goldpreis zunächst zusammen mit den Preisen für Aktien, Anleihen und Kryptowährungen trotz des deutlich rückläufigen Realzinses.

Dafür gibt es zwei Gründe: erstens der Anstieg der nominellen Kapitalmarktrenditen und zweitens der sich in Erwartung höherer Nominalzinsen aufwertende US-Dollar, zu dem der Goldpreis, ebenso wie zu steigenden Renditen negativ korreliert.

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Am Donnerstagnachmittag können die Notierungen der Aktienmärkte, der Anleihen und des Goldes schon wieder Boden gut machen.
Fakt ist, dass eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank aktuell erst für Dezember 2022 sicher erwartet wird und der mögliche Beginn eines Zurückfahrens der Wertpapierkäufe frühestens für den Dezember dieses Jahres.

Ob es überhaupt dazu kommt, hängt stark davon ab, wie stabil die US-Wirtschaft nach abflauender Wirkung der diversen kürzlich verabschiedeten Stimulus-Programme dasteht und wie sich die Vermögenspreise weiterentwickeln. Vor allem der für die Konjunktur wichtige Immobilienmarkt ist sehr zinssensitiv. Ein Einbrechen der Refinanzierungstätigkeit in Folge steigender Zinskosten sowie ein Einbruch bei den Aktien- und Anleihekursen würde einen massiven negativen Wohlstandseffekt bedeuten und hätte auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt durch eine rückläufige Bautätigkeit.

Inflationspotenzial noch nicht ausgeschöpft

Zuletzt hatte sich der Vize-Präsident der US-Notenbank (Fed) Richard Clarida „überrascht“ von dem deutlichen Anstieg der Verbraucherpreise gezeigt. Dabei hatten diverse Frühindikatoren bereits auf einen Teuerungsschub im April hingewiesen.

Die am Tag nach den Verbraucherpreisen publizierten Daten zu den US-Erzeugerpreisen für März zeigen mit einem Plus von 6,2 Prozent auf Jahresbasis weiter nach oben. Auf Monatsbasis stiegen die Preise mit 0,6 Prozent doppelt so stark an wie im Konsens erwartet. Es dauert einige Zeit, bis diese Preissteigerungen auch im statistischen Warenkorb ankommen, der als Grundlage für die Messung der Konsumentenpreisteuerung dient.

Auf dem am 1. Mai abgehaltenen Berkshire Hathaway Annual Shareholders Meeting warnte der legendäre milliardenschwere US-Investor Warren Buffett vor signifikanten Preisanstiegen in den USA: »We’re seeing very substantial inflation«. In seinen weiteren Ausführungen widersprach der mittlerweile neunzigjährige Starinvestor zudem den Aussagen der US-Notenbanker, nach denen der aktuelle Inflationstrend nur ein vorübergehendes Phänomen sei.

Schaut man sich die Dynamik der Geldmengenausweitung (Geldmengen-Inflation) im historischen Vergleich an, dann ist die Skepsis von Warren Buffet nachvollziehbar.

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Es ist durchaus realistisch, dass die Fed die Dynamik der Preisanstiege vor allem bei den Löhnen unterschätzt, ebenso wie die sich selbst erfüllende Prophezeiung einer Inflationsspirale, bei der Konsumenten Preisanstiegen in der Zukunft durch vorgezogenen Konsum zu entgehen versuchen nach dem Motto: schnell noch kaufen, bevor es noch teurer wird. Umso länger die Fed nichts tut, als verbal zu beschwichtigen, umso größer wird die Gefahr eines breiten Vertrauensverlustes.
Fazit und Ausblick

Noch reift der Erkenntnisprozess vieler Marktteilnehmer bezüglich der Zwickmühle, in der die US-Notenbank und ihre Pendants weltweit sitzen. Anders als in den Siebzigerjahren können sie den Kreditzins nicht einfach verteuern, um die Inflation einzubremsen und Vertrauen zu bewahren.

Dies hätte fatale Auswirkungen auf die Vermögenspreisblasen und die Schuldentragfähigkeit.
Sollte sich die Inflation weiter verstärken, wird dieses Dilemma mehr und mehr offensichtlich. Umso handlungsunfähiger die Notenbanken bezüglich der Inflationsbekämpfung sind, umso größer wird das Bedürfnis, sich selbst gegen Inflation zu schützen – auch mit Gold.

Die Tatsache, dass die Notenbanker bis Jahresultimo außer geldpolitischen Phrasen keine realen Schritte zur Bekämpfung der Geldentwertung vornehmen wollen, könnte sich als fatal herausstellen.

Der aktuelle Rückgang beim Goldpreis könnte sich dann sehr schnell ins Gegenteil verkehren und das gelbe Edelmetall würde als Opposition zum Fiat-Money zusammen mit anderen Alternativwährungen erneut reüssieren.

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Dow Jones Langzeitanalyse: Hat der Markt den Boden unter den Füßen verloren?

Ein Beitrag von Henrik Becker, vom 14.05.2021

In der Analyse vom Januar´19 (mittlerer Chart) hatte ich für den Dow Jones das Ansteigen bis zur 0.62-Linie bei 34.860 Punkten prognostiziert. Mit dem Erreichen dieser sehr aussagekräftigen Widerstandslinie konnte die zwischenzeitliche Performance diese Prognose exakt realisieren. Mit dieser Entwicklung könnte die Rallye abgeschlossen sein! Doch lohnt hier der Blick ins Tiefere. Bemerkenswert ist die extrem hohe Dynamik, welche besonders in der letzten Phase des Trends zu konstatieren ist, wie der Chart es eindrucksvoll zeigt.

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Dow Jones ISIN: US2605661048, vom 03.10.2016

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Dow Jones ISIN: US2605661048, vom 08.01.2019

Ausblick:
Seit 2009 bildet der Dow Jones einen Aufwärtstrend in Gestalt einer Impulswelle (12345) aus. Aktuell bewegt sich der Trend in Welle (5) und damit in der finalen Phase der übergeordneten Welle (V). Der Anschlag am 0.62-Balken (34.860 Punkte) ist ein positiv zu interpretierendes Indiz und lässt den Blick in höhere Sphären schweifen. Resultierend daraus ist das Ansteigen bis zur 1.00-Linie (46.593 Zähler) durchaus als realistisch anzusehen. Ferner versteht sich dieses Retracement als idealtypisches Ziel für eine Welle „5“.

Wie immer liefert das unterhalb liegende Zeitlineal Anhaltspunkte über den temporären Verlauf von Welle (5). Somit ist der Trendabschluss nicht mehr im aktuell laufenden Jahr auszugehen. Die darauffolgende Korrektur wird über ein sehr hohes Ausmaß verfügen, sowohl im Kurs- und Zeitverlauf. Ein erstes Signal auf das Eintreten diese Bewegung fällt indes erst durch einen eventuellen Bruch der 0.24-Unterstützung bei aktuell 30.059 Punkten. Dieser Schritt ist zeitnah nicht zu erwarten.

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Dow Jones ISIN: US2605661048, vom 14.05.2021

Fazit:
Der Dow Jones bewegt sich innerhalb eines Aufwärtstrends. Ungeachtet immer wieder auftretender kleinerer Korrekturen, wird sich dieser Trend, mit abgeschwächtem Momentum, auch weiter fortsetzen. Die Absicherung sollte bei 30.059 Punkten erfolgen.

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Gold ($) Langzeitanalyse: Neue Rallye, oder wieder nur eine Fata Morgana?

Ein Beitrag von Henrik Becker, vom 14.05.2021

Im Verlauf der zurückliegenden Monate, seit der letzten Betrachtung (mittlerer Chart) konnte Gold die Erwartungshaltung nahezu exakt in die Realität umsetzen. Verantwortlich hierfür ist das weitere Ansteigen, als auch die sich daran anschließende und aktuell noch laufende Korrektur. Dennoch habe ich die aktuelle Wellenzählung leicht verändert, räume dem Edelmetall noch etwas mehr Spielraum bis zum ultimativen Trendabschluss ein. Der Tenor der bisherigen Analyse blieb indes unverändert. Die beiden Charts zeigen das langfristig sehr positive Bild.

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Gold ($) (ISIN: XC0009655157), Chart vom 26.12.2016

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Gold ($) (ISIN: XC0009655157), Chart, vom 21.03.2020

Ausblick:
Seit über vier Jahren bildet Gold im Rahmen einer Korrektur (B) einen Aufwärtstrend aus. Mit dieser Performance erfüllt das Edelmetall das Anforderungsprofil an ein Flat, wie es sich allem Anschein nach durch den weiteren Verlauf ausbilden wird. Dem Aufwärtstrend (B) steht, rein dem Regelwerk folgend, auch noch etwas Potenzial offen. In Folge dessen kann die Rallye noch bis zur 1.38-Linie bei 2.365 USD verlaufen. Für wesentlich mehr ist diese Konstellation allerdings nicht geeignet.

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Gold ($) (ISIN: XC0009655157), vom 13.05.2021

Die auf (B) folgende Korrektur setzt Gold wieder deutlichem Druck aus, infolgedessen sich der Abverkauf bis maximal an das 1.00 Retracement (1.153 USD) heran einstellen kann. Auch auf dieser Seite sind größere Überraschungen nicht zu erwarten, sollte eine erdrutschartige Performance nahezu vollends auszuschließen sein. Wie das unterhalb liegende Zeitlineal es aufzeigt, ist absolut keine Eile geboten. Vor Ende des aktuellen Jahres ist nicht vom Abschluss des aktuellen Trends auszugehen.

Fazit:
Ungeachtet der eingeschlagenen Richtung, bewegt sich Gold im Rahmen einer Korrektur. Dieser Aspekt sollte nicht unbeachtet bleiben und wird sich im weiteren Verlauf noch in Szene setzen. Die sehr langfristigen Avancen stellen sich dagegen äußerst positiv dar. Der Chart deutet diesen Aspekt lediglich an.

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S&P 500 Langzeitausblick: Eine unendliche Geschichte, oder ist der Trend ausgereizt?

Ein Beitrag von Henrik Becker, vom 14.05.2021

Vor über einem Jahr (mittlerer Chart) hatte ich in der damaligen Analyse für den S&P 500 die Weiterführung des seit 2009 laufenden Aufwärtstrends in Aussicht gestellt. Das prognostizierte Ziel bei 3.937 Punkten (0.62-Retracement) konnte durch die jüngste Entwicklung aus dem Weg geräumt werden. Beachtenswert ist die extrem dynamische Performance, insbesondere die der letzten Monate. Mit Erreichen der Ziellinie dürfte sich der indes eine kleine Verschnaufpause gönnen, wer will es verdenken.

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S&P 500 (ISIN: US78378X1072) Chart, vom 17.05.2018

Ausblick:
Seit März´20 bewegt sich der Index in Welle (5) der seit fast 12 Jahren laufenden übergeordneten Welle (V) und damit in der finalen Phase einer seit Jahrzehnten währenden Impuls- oder auch Antriebswelle. Die Wortwahl indes nicht den unmittelbar bevorstehenden Trendabschluss suggerieren. Vielmehr soll damit eine sich anschließende sehr große Korrektur angekündigt werden. Wie der Chart es zeigt, hat sich der Index, durch den signifikanten Sprung über die 0.62-Linie (3.937 Punkte) noch etwas Spielraum bis zum Wendepunkt erschlossen.

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S&P 500 (ISIN: US78378X1072) Chart, vom 22.01.2020

Mit den 1.62/1.00 Retracements (5.301/5.858 Zähler) liegen zwei mögliche Zielbalken in relativ sicherer Entfernung, könnte man meinen. Das Erreichen dieser Level ist auch in temporärer Hinsicht ein etwas größere Aufgabe. Das unterhalb liegende Zeitlineal gibt wie üblich entsprechende Zielkorridore für die einzelnen Wellen an. Somit ist nicht vor Ende des kommenden Jahres vom Trendabschluss auszugehen.

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S&P 500 (ISIN: US78378X1072) Chart, vom 13.05.2018


Fazit:
 Gefahren würden erst durch ein Unterschreiten des 0.24-Retracements (aktuell 3.627 Punkte) entstehen. Spätestens hier sollte die Absicherung erfolgen.

Der S&P 500 bildet im Rahmen eines großen Aufwärtstrends den abschließenden Part dieser Bewegung aus. Die immer wieder auftretenden Korrekturen würden erst durch einen Bruch der 0.24-Unterstützung bei aktuell 3.627 Punkten gefährlich werden.

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Aktuell: Warum der Goldpreis nach den US-Jobdaten ansteigt! Wie geht es weiter?

Ein Gastbeitrag von Claudio Kummerfeld, vom 08.05.2021

Der Goldpreis steigt seit 14:30 Uhr sprunghaft an von 1.819 auf 1.838 Dollar. Gestern war er bereits sehr zügig über die 1.800-Marke gelaufen, nämlich von 1.793 auf 1.817 Dollar – weil die US-Anleiherenditen zusammen mit dem US-Dollar gefallen waren. Das war ein idealer Nährboden für die Gold-Bullen, um den Markt hochzukaufen. Jetzt springt der Goldpreis wie gesagt weiter an. Der Grund ist klar zu benennen.

US-Arbeitsmarktdaten aktuell entscheidender Faktor für Goldpreis

Um 14:30 Uhr wurden die US-Arbeitsmarktdaten für den Monat April veröffentlicht. Sie fielen wirklich enttäuschend schwach aus. Statt 893.000 wurden nur 266.000 Stellen neu geschaffen. Auch die März-Zahl wurde nach unten revidiert von 916.000 auf 770.000. Da haben sich die Analysten in ihren Erwartungen aber übel verkalkuliert. Und der Goldpreis reagierte sofort auf diese Meldung.

Gold springt hoch, weil Renditen und US-Dollar jetzt weiter fallen

Das Szenario geht so: Deutlich weniger neue Jobs als erwartet lassen vermuten, dass der Preisdruck in den USA doch nicht so stark ausfallen sollte. Also weniger Inflation – das bedeutet wiederum, dass die Federal Reserve vermutlich weniger Druck verspürt die Zinsen anzuheben. Das wiederum lässt aktuell die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen weiter fallen. Nachdem sie tagelang von 1,68 auf 1,57 Prozent gefallen war, geht es aktuell weiter runter auf 1,52 Prozent. Damit wird das zinslose Gold in Relation zu US-Anleihen attraktiver, und der Goldpreis steigt an. Auch der US-Dollar sackt die letzten Minuten kräftig runter. Der US-Dollar-Index fällt seit 14:30 Uhr von 90,89 auf 90,44 Indexpunkte.

Aktueller Analystenkommentar

Naeem Aslam von Avatrade sagt ganz aktuell nach den US-Arbeitsmarktdaten, dass es bei der Betrachtung dieser Zahlen so scheint, als ob die „1“ am Anfang der heutigen Zahl gefehlt hat. Der Markt habe fast eine Million neue Jobs erwartet, aber man bekam nur 266.000. Eines sei damit klar – die lockere Geldpolitik (der Fed) werde daher nicht so bald verschwinden. Die Händler haben laut Naeem Aslam einen tierischen Ehrgeiz gezeigt, wenn es um den Goldpreis geht, da er alle Widerstandsniveaus, die ihm im Weg stehen, zerreißt. Der Dollar-Index sei vor der Veröffentlichung dieser Daten schwächer, und jetzt wisse man mit Sicherheit, dass noch viel mehr Schwäche bevorstehe.
 
Dies habe die Goldhändler dazu veranlasst wild zu werden, und die Risk-Off-Rallye sei in vollem Gange. Ipek Ozkardeskaya von Swissquote sagte heute früh zum Thema Gold, dass der Goldpreis den Widerstand bei 1.800 Dollar überschritten habe. Es gäbe keine bessere Kombination für die Gold-Bullen als die niedrigen US-Renditen und die steigenden Inflationserwartungen. Das größte Risiko für den Anstieg im Goldpreis sei ein möglicher, schneller Anstieg der US-Renditen. Abgesehen davon sei Gold, das den Industriemetallen wie Kupfer und Aluminium hinterherhinkte, nun bereit, als Inflationsabsicherung wieder ins Spiel zu kommen.

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TradingView Chart zeig Goldpreis im Vergleich zur US-Anleiherendite.

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US-Arbeitsmarktdaten: Deutliche Schwäche bei Industrie, Einzelhandel, Hilfsarbeiten

Ein Gastbeitrag von Claudio Kummerfeld, vom 08.05.2021

Die US-Arbeitsmarktdaten wurden um 14:30 Uhr veröffentlicht mit einem Zuwachs von 266.000 Stellen im April, womit die Erwartungen übelst enttäuscht wurden (Prognose +893.000). Bezüglich der Gesamtzahl von 266.000 neuen Stellen gab es einen Aufbau von 48.000 Stellen beim Staat.

Somit gab es im April effektiv nur 218.000 neue Stellen im Privatsektor. Im Verarbeitenden Gewerbe in den USA gab es im April insgesamt einen Abbau von 16.000 Stellen. Im Untersektor Bergbau lag die Veränderung bei +2.000. Auf dem Bau war der Wert unverändert, und in der Industrie gingen 18.000 Stellen verloren. Die folgende Grafik zeigt die gesamten Daten für das Verarbeitende Gewerbe im April.

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US-Arbeitsmarktdaten im Dienstleistungsbereich

Bei den neu geschaffenen Stellen im April sehen wir nach Betrachtung des Verarbeitenden Gewerbes noch ein Plus von 234.000 Stellen im US-Dienstleistungssektor. Der Einzelhandel baut als Untersektor 15.300 Stellen ab – das ist mehr als schwach! Innerhalb des Einzelhandels haben Lebensmittel- und Getränkeläden 49.400 Stellen abgebaut.

Sport, Buch- und Musikgeschäfte schufen 20.000 neue Stellen. Das sind schon sehr merkwürdige Verschiebungen innerhalb des Einzelhandels. Waren- und Lagerhäuser in den USA bauten im April 77.400 Stellen ab. Innerhalb des Sektors „Professional and business services“ gingen 111.400 befristete Hilfstätigkeiten verloren, während es 11.600 neue Jobs im Untersektor „Architekten und Ingenieure“ gab.

Man sieht hieran den gigantischen Bauboom bei Häusern, der derzeit in den USA herrscht. Der Bereich „Pflege und Bildung“ ist mit -1.000 Stellen auch sehr schwach am Start.

Der mit Abstand traditionell größte Einzelposten, wenn es um das schnelle Schaffen neuer Jobs in den USA geht, ist in der Regel der Bereich „Freizeit und Bewirtung“, also Restaurants, Bars, Freizeitparks etc. Die Branche ist mit 331.000 neuen Jobs im April recht anständig dabei neue Jobs zu schaffen. 187.000 neue Jobs entfielen hier alleine auf den Untersektor „Bars und Restaurants“.
 

Details zu Dienstleistungen innerhalb der US-Arbeitsmarktdaten für April
Daten und Grafiken: US BLS

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Fed und Märkte – Dealer und Junkies! Marktgeflüster (Video)

Ein Gastbeitrag von Markus Fugmann, vom 10.05.2021

Was heute passiert, ist so ungemein typisch für das Verhältnis zwischen den Märkten und der Fed – ein Verhältnis, das an die Beziehung zwischen Dealer und Junkie erinnert! Denn die extrem schlechten US-Arbeitsmarktdaten werden von den Aktienmärkten gefeiert, weil die Wahrscheinlichkeit eines frühzeitigen Ausstiegs aus der ultrtalaxen Geldpolitik durch die Fed geringer geworden zu sein scheint. Scheint! Denn nicht nur steigen die Rohstoffpreise weiter, sondern auch die US-Löhne sind überraschend stark angestiegen – dund damit das, was zu einem starken Anstieg der Inflation noch fehlte. Ohnehin zeigt eine Analyse der Daten: viele Amerikaner leben noch vom kürzlich ausgeschütteten Helikoptergeld – das senkt die Bereitschaft deutlich, vor allem in eher schlecht bezahlte Jobs zurück zu kehren….

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