Im April vergangenen Jahres hatte ich in meiner damaligen Langzeitbetrachtung eine größere Korrektur (2; mittlerer Chart) für den Euro prognostiziert. Im Zuge dieser Bewegung sollte der Euro bis in den Bereich um 1.11$ hineinfallen und erst von diesem Niveau aus die Chance auf eine Bodenbildung erhalten. Die zwischenzeitliche Performance konnte der damaligen Prognose sehr genau gerecht werden, wie die Charts es zeigen. Resultierend daraus habe ich meine Wellenzählung nahezu unverändert belassen, lediglich für den kürzeren Bereich habe ich Anpassungen vorgenommen, wie Sie es der folgenden Seite entnehmen können.

Langzeitchart, 09.04.2015

Ausblick:
Der Euro bildet seit Mitte 2016 die erste Phase der Trianglewelle (E) des seit 30 Jahren laufenden Triangles (ABCDE) aus. Bedingt durch den Anstieg bis zur 0.62-Linie (1.2466 $) kann davon ausgegangen werden, daß Welle (C) der größeren (D) bereits abgeschlossen ist. Der regeltechnische Abschluß erfolgt indes erst durch einen Schlußkurs über dem 0.76 Retracement (1.3029 $). Die derzeit noch laufende kleinere Korrektur dient dabei der Ausbildung von Welle (2) und sollte nicht überbewertet werden. Im Verlauf dieser Korrektur kann der Euro ohne Weiteres noch bis zur 0.76-Unterstützung bei 1.0825 $ fallen, ohne damit das Anforderungsprofil an eine Welle „2“ zu verletzen. Zusätzlich und massiv unterstützt wird dieses Kursniveau durch die auf gleichem Niveau liegende untere Trianglelinie. Auf der folgenden Seite werde ich Welle (2) etwas tiefer beleuchten. Nach erfolgtem Abschluß dieser Korrektur wird sich der Euro auf eine lange Reise begeben; einen großen Aufwärtstrend ausbilden. Wie im Chart dargestellt erwarte ich den Anstieg bis mindestens zur 0.62-Linie bei 1.52 $. Signifikant höher steigt die europäische Leitwährung nicht, abgesehen von einem Pendeln um diese Linie. Eine Welle „E“ ist innerhalb eines Contracting Triangles meist die mit Abstand kürzeste Welle und verfehlt daher die Trianglelinie sehr deutlich. Wie das Zeitlineal es aufzeigt, erwarte ich den Zieleinlauf erst für die Mitte des kommenden Jahrzehnts. Größere Gefahren würden erst durch einen Bruch des 0.76 Retracements die Bühne betreten. Sehr realistisch sehe ich diesen Schritt indes nicht.

Langzeitchart, 08.01.2019Die etwas kurzfristigeren Avancen nehmen sich nicht wesentlich negativer als die langfristigen Kollegen aus. Wie Sie sehen, habe ich Welle (1) gegenüber dem Chart von Seite 1 etwas versetzt. Aktuell bewegt sich der Euro in Welle (2) und steht mit dieser Bewegung unmittelbar vor dem 0.50 Retracement (1.1182 $). Wie für eine „2“ nicht ganz unüblich bildet sich diese Korrektur als Triangle (ABCDE) aus. Momentan steht dabei Welle (E) auf der Agenda, deren Abschluß meiner Ansicht nach unmittelbar bevorsteht. Der Blick auf das Zeitlineal gibt mit dem 1.00 Retracement (Feb. 21) als Zielbereich die zweite Hälfte des Februars an. Rein regeltechnisch könnte die Korrektur (2) sich stärker ausformen und zum Einen bis zur 0.76-Linie (1.0729 $), zum Anderen, bis zum 1.62 Retracement auf dem Zeitlineal verlaufen. Ganz so dramatisch stellt sich die Konstellation meiner Sichtweise folgend nicht dar.

Mmittelfristig, 08.01.2019

Maximal räume ich dem Währungspaar den Anlauf an das 0.62 Retracement (1.0977 $) ein. Der endgültige Befreiungsschlag aus der Korrektur wird erst durch einen Schlußkurs über dem 1.62 Retracement bei aktuell 1.2053 $ generiert. Natürlich würde bereits ein sehenswerter Sprung über das 0.62 Retracement (aktuell 1.1528 $) ein positives Indiz, sowie auch ein kleines Kaufsignal, auf diese Entwicklung liefern. Sollte sich, entgegen meiner Prognose, der Euro unter das 0.76 Retracement (1.0729 $) fallen lassen, würde das beschriebene Szenario ins Wanken gebracht und aller Voraussicht nach eine andere Sichtweise bedingen. Größere Chancen auf Realisierung räume ich dieser Variante indes nicht ein.
Fazit:
Der Euro befindet sich inmitten einer größeren Bodenbildung, als Fundament für einen vor allem auch in temporärer Hinsicht, großen bis über 1.50 $ reichenden Aufwärtstrend. Ein langfristiges Kaufsignal wird allerdings erst durch einen Schlußkurs über dem 0.76 Retracement bei 1.3029 $, ein kleineres über dem 1.62 Retracement (aktuell 1.1528 $) generiert. Die Absicherungen sollten spätestens auf dem 0.76 Retracement (1.0729 $) für den großen Horizont, und auf dem 0.50 Retracement (1.1182 $) für den kürzeren Bereich erfolgen.

 


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