Seit der großen Korrektur, vom März dieses Jahres, haben sich die Aktienmärkte in völliger Übereinstimmung in nur eine Richtung entwickelt: Gen Norden! Diese Entwicklung kam, zumindest für meine Leser nicht überraschend, hatte ich in meinen seinerzeit aktualisierten Langzeitanalysen diese Performance bereits antizipiert. Der Chart (Abb. 1) zeigt das am Beispiel des Dax Performance.

Dax 30, vom 21. 03.2020 (ISIN: DE0008469008)

Der immer wieder propagierte „totale Crash“ blieb demzufolge aus. In meinen bisherigen Langzeitbetrachtungen hatte ich immer wieder auf die zweite Jahreshälfte`20 als Zeitfenster für eine größere Korrektur verwiesen. Daran halte ich auch weiterhin fest, wenn auch die bereits absolvierte Korrektur ein großes Potenzial vorwegnehmen konnte. Alle Märkte konnten bisher nicht, und werden auch künftig nicht von dieser Erholungsphase profitieren. Das Beispiel des österreichischen Aktienindices ATX 20 zeigt diesen Aspekt sehr eindrucksvoll auf.

ATX 20 (ISIN: AT0000999982)
ATX-Langzeitanalyse, vom 26.01.2019

Die Frage, ob die Triebfeder für diese Entwicklung zum einen im unverbesserlichen Optimismus oder zum andern in der Verzweiflung über mangelnde Anlagealternativen zu suchen ist, kann auch ich nicht beantworten. Fakt ist stattdessen: Die Aktienmärkte bewegen sich, aus rein charttechnischer Sicht, im Rahmen einer Korrektur! Dieser Umstand sollte schon gebührende Beachtung finden, und wird sich zu gegebener Zeit wieder in Szene setzen. Beachtenswert sind die, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, zu konstatierenden sehr hohen

Umsätze für die meisten Einzelwerte. Eine dem Kleinanleger unterstellte Marktaversion vorausgesetzt, würde bedeuten, dass die jüngste Rallye größtenteils auf das Wirken institutioneller Anleger zurückzuführen ist. Angesichts fehlender Anlagealternativen ist dieses Verhalten durchaus zu rechtfertigen und konnte allein durch die zu verzeichnende Performance verteidigt werden.

Deutsche Bank AG. Bank (ISIN: DE0005140008

Das Beispiel, der nun wirklich nicht mit Samthandschuhen behandelten Aktie der Deutschen Bank, zeigt das eindrucksvoll auf. Die Probleme, in deren Folge das Geldhaus in den seit`07 währenden Strudel geraten ist, wurden indes nicht aus der Welt geschaffen. Damit erklärt sich der Korrekturcharakter der seit März laufenden Rallye. Dieses Beispiel versteht sich rein exemplarisch und kann auf sehr viele Aktien angewendet werden.

Dt. Bank Langzeitanalyse, vom 05.08.2018

Diesen Sachverhalt zum Hintergrund, muss Corona“ aus einer anderen Perspektive in Augenschein genommen werden. Die schweren wirtschaftlichen Verwerfungen, welche sich bereits eingestellt haben, aber vom Endstadium noch weit entfernt sind, verstehen sich lediglich als Zeitraffer. Als Zeitraffer für eine Phase deren Eintreten, aufgrund der allgemeinen Verschuldung von Staaten und damit von ganzen Wirtschaftssystemen, ultimativ war und wohl auch noch ist.

Vielleicht ist „Corona“ lediglich ein Vorhang, vor einer sich im Umbau befindlichen Bühne. Vielleicht sehen wir, wenn in einigen Monaten der Vorhang gelüftet wird, auf ein völlig verändertes Bühnenbild. Erste Anzeichen hierfür sind besonders in den USA zu erkennen und lassen verhalten optimistisch stimmen, und das, obwohl der US-Präsident Donald Trump so gut wie alles falsch macht, glaubt man jedenfalls den deutschen Qualitätsmedien.

Seit 1937 gibt es bereits einen Donald, dessen Handeln prinzipiell zum Scheitern verurteilt ist, und dennoch beherrscht die kleine tollpatschige Ente seit über 80 Jahren die Welt. Scheint wohl am Namen Donald (Weltherrscher) zu liegen, wie Sie es hier lesen können.


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