Am 17.01.2019, also vor über einem Jahr, hatte ich in meiner Langzeitanalyse für den Nasdaq 100 eine sehr schwere Korrektur in Aussicht gestellt. Diese crashartige Bewegung sollte sich Anfang 2020 in Szene setzten und dem Technologie-Index erhebliche, bis ca. 5.000 Punkte reichende, Verluste zuführen. Heute habe ich diesen Artikel noch einmal veröffentlicht.

In meiner letzten Langzeitanalyse vom Januar´18 hatte ich den Anstieg bis 7.680 Punkte (1.00 Retracement; mittlerer Chart) bis zum Jahresende 2018 in Aussicht gestellt. Die zwischenzeitliche Performance hat den Technologieindex bis ca. 7.700 Punkte und damit etwas stärker ansteigen, lassen als erwartet. Daraufhin habe ich meine Wellenzählung, dem aktuellen Geschehen Rechnung tragend, angepasst. Der Tenor meiner damaligen Analyse blieb von Änderungen indes verschont. Nunmehr steht dem Nasdaq noch etwas Raum zur Verfügung, wenngleich sich das Potenzial in überschaubaren Grenzen halten wird.

Langzeitchart, 13.11.2017

Ausblick:
Seit Ende´08 bildet sich die fünfteilige (12345) Welle (III) der übergeordneten Welle (V) aus. Die sehr große Welle (V) formt sich selbst als Diagonalimpuls (IIIIIIIVV) aus und bewegt sich damit in einer eher seitlich ausgerichteten Impulsformation. Die Korrektur der letzten Monate wurde durch den Anlauf an das 1.62 Retracement (7.606 Punkte) ausgelöst und dient der Ausbildung der kleineren Welle (4). Resultierend daraus wird der seit über zehn Jahren währende Aufwärtstrend nicht in Frage gestellt.

Auf der folgenden Seite werde ich wie immer näher auf die mittelfristigen Aussichten eingehen. Diese Korrektur ist noch nicht abgeschlossen, sodaß in der Folgezeit zumindest von einer lethargischen Performance auszugehen ist. Lethargisch aus größerer Höhe betrachtet, denn die innere Struktur kann sich durchaus sehr dynamisch darstellen. Die finale Welle (5) wird den Nasdaq wieder relativ stark ansteigen lassen, wobei der Anlauf bis zur 0.62-Linie (9.108 Punkte) zu erwarten ist.

Aktueller Langzeitchart

Zwingend ist ein derartiger Anstieg nicht, denn innerhalb eines Diagonals folgen die Wellen eigenen Gesetzen. Doch weist der mehrfache Schlußkurs über der 7.606 Punkte-Linie auf eine gewisse Stärke hin. Mit Abschluß von (III) wird Welle (IV) und damit einer größeren Korrektur der Weg geebnet. Diese Bewegung wird deutlichen Druck ausüben, allerdings nicht für eine grundlegende Trendwende einstehen. Erst mit abgeschlossener Welle (V) ist dieses Ereignis realistisch. Die unendliche Fortführung des Aufwärtstrends halte ich ebenso für wenig realistisch, wie die Charts es zeigen.

In Bezug auf die sehr langfristigen Avancen nehmen sich die kurz- mittelfristigen Aussichten schon etwas verhaltener aus. Die seit Mitte vergangenen Jahres laufende Korrektur hat durch den Anlauf an das 0.24 Retracement bei 5.867 Punkten lediglich die erste Unterwelle (a) von Welle (4) abgeschlossen. Die Dreiteiligkeit dieser Welle sowie der ausgebliebene Schlußkurs unterhalb der zuvor erwähnten Unterstützungslinie läßt auf die Ausbildung eines Triangles als Welle (4) schließen. Im Chart konnte ich dieses Szenario lediglich andeuten. Demzufolge sollte sich die leichte Erholung der letzten Tage noch etwas fortsetzen.

Aktueller Chart

Dabei kann der kleine Aufwärtstrend ohne Weiteres leicht über das 0.62 Retracement (6.948 Punkte) steigen, ohne dadurch das Reglement zu verletzen. Den Bruch des 0.24 Retracements (5.867 Punkte) erwarte ich vorerst nicht. Auch wenn ich diesen Schritt im Chart dargestellt habe, ist dessen Eintreten nicht zwingend nötig. Dem Regelwerk folgend muß eine Welle „4“ das 0.24 Retracement unterschreiten, um als eigenständige Welle gelten zu können. Ausgenommen ist die Ausformung von Welle „4“ als Triangle, in diesem Fall gilt diese Regel nicht!

Wie der Blick auf die Zeitachse es aufzeigt, ist vom Abschluß von Welle (4) nicht vor Ende des Jahres auszugehen. Ganz gleich, welche Struktur diese Korrektur am Ende aufweisen wird. Größere Verluste erwarte ich nicht mehr, denn mit dem 0.38 Retracement (4.963 Punkte) liegt das einer „4“ zur Verfügung stehende maximale Ziel in überschaubarer Entfernung. Erst der Bruch dieser Linie würde eine andere Sichtweise bedingen. Auf der anderen Seite würde sich die Konstellation erst durch ein Überschreiten des 1.62 Retracements (7.606 Punkte) aufhellen.

Fazit:
Ungeachtet der aktuell noch ablaufenden Korrektur bewegt sich der Nasdaq im Rahmen des seit 2008 währenden Aufwärtstrends. Die Korrektur wird sich über das gesamte Jahr erstrecken, allerdings ohne größere Gefahren hervorzurufen. Ein Kaufsignal ist derzeit, übergreifend auf alle Zeitebenen, nicht erkennbar. Sichern Sie Ihre kürzeren Positionen auf dem 0.24; die längeren auf dem 0.38 Retracement (5.867/4.963 Punkte) ab.


Anbei können Sie diesen Artikel im Original als PDF-Datei downloaden.

Nasdaq 100 (PDF-Datei)


Haftungsausschluss

Der Anbieter übernimmt keine Haftung für bereitgestellte Handelsanregungen. Die Analysen stellen in keiner Weise einen Aufruf zur individuellen oder allgemeinen Nachbildung, auch nicht stillschweigend, dar. Sie verhalten sich lediglich über eine Meinungsäußerung des Anbieters dahingehend, wie die künftige Entwicklung einzelner Kurse ausfallen könnte. Handelsanregungen oder anderweitige Informationen stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzprodukten dar.

Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen der veröffentlichten Inhalte ist somit ausgeschlossen.

Der Anbieter bezieht alle den Analysen zugrunde liegenden Informationen aus solchen Informationsquellen, die er zwar als vertrauenswürdig erachtet, deren Wahrheitsgehalt er aber nicht selbst überprüfen kann und für den er daher auch keinerlei Haftung übernimmt. Nutzer, die aufgrund von Analysen und/oder Meinungsäußerungen und/oder Berichten des Anbieters Anlageentscheidungen treffen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko. Der Anbieter übernimmt keine Haftung für die erteilten Informationen. Insbesondere weist er auf die bei Geschäften mit Optionsscheinen, Derivaten und derivativen Finanzinstrumenten extrem hohen Risiken hin.

Der Handel mit Optionsscheinen bzw. Derivaten ist ein Finanztermingeschäft. Den erheblichen Chancen stehen entsprechende Risiken gegenüber, die nicht nur einen Totalverlust des eingesetzten Kapitals, sondern darüber hinausgehende Verluste nach sich ziehen können. Aus diesem Grund setzt diese Art von Geschäften vertiefte Kenntnisse in Bezug auf diese Finanzprodukte, die Wertpapiermärkte, Wertpapierhandelstechniken und -strategien voraus.

Nur Verbraucher, die die gem. § 37d WpHG bei Banken und Sparkassen ausliegende Broschüre “Basisinformationen über Finanztermingeschäfte” gelesen und verstanden sowie das Formular “Wichtige Information über die Verlustrisiken bei Finanztermingeschäften” gelesen und unterschrieben haben, sind berechtigt, am Handel mit Optionsscheinen und sonstigen Finanztermingeschäften teilzunehmen. Der Nutzer handelt gleichwohl auf eigenes Risiko und auf eigene Gefahr.

© 2018 Neo-Wave.de

logo-footer